Belebtere Innenstadt

Wie finden Einzelhändler neuen Standort des Gardelegener Wochenmarktes?

Der Wochenmarkt wurde Anfang November in die Einkaufsstraße verlegt. An der Ernst-Thälmann-Straße können die Abstandsregeln besser eingehalten werden.
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Der Wochenmarkt wurde Anfang November in die Einkaufsstraße verlegt. An der Ernst-Thälmann-Straße können die Abstandsregeln besser eingehalten werden.
  • Ina Tschakyrow
    vonIna Tschakyrow
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Gardelegen – Die Menschen stehen an, um sich eine Bratwurst, Brot oder Obst und Gemüse zu kaufen, unterhalten sich mit den Verkäufern der Stände und mit Bekannten – dienstags und donnerstags sind vormittags deutlich mehr Menschen in der Gardelegener Einkaufsstraße unterwegs.

Seit Anfang November findet der Wochenmarkt coronabedingt an der Ernst-Thälmann-Straße und nicht mehr auf dem Rathausplatz statt. Wie finden das die Einzelhändler? Gibt es dadurch mehr Kunden in den Geschäften? Die Altmark-Zeitung fragte bei einigen Einzelhändlern nach. .

Christiane Weiß-Carle vom Modehaus Dirlam findet die Verlegung des Wochenmarktes an die Ernst-Thälmann-Straße „sehr gut“, erzählt sie. Die Stände stehen weit auseinander, „dadurch ist die ganze Straße belebter“ und der Wochenmarkt sei für die Geschäftsinhaberin nun ein „richtiger Wochenmarkt“. Deswegen würde sie sich wünschen, dass der Wochenmarkt in der Einkaufsstraße bleibt, was sich auch Ilona Sorychta vom Modegeschäft „Schwesterherz“ vorstellen kann. Allerdings sollten die Verkaufsstände bis zum Ende der Ernst-Thälmann-Straße stehen und nicht nur bis zur Höhe des Aschbergs, sagt Susann Bollinger von der Modeboutique Bollinger, damit auch der hintere Bereich der Ernst-Thälmann-Straße belebter ist. Sie findet den neuen Standort zwar gut, kritisiert aber die Umsetzung. So stehen einige Verkaufsstände direkt vor den Geschäften. Die Modeboutique Bollinger ist beispielsweise auf einer Seite mit einem Verkaufsstand zugestellt. Bei der vorherigen Besprechung mit der Stadt und dem Gewerbeverein „habe ich gesagt, dass zumindest eine Seite des Geschäftes frei bleiben soll“, so Susann Bollinger. Die Stände hätten laut ihr besser verteilt sein können. Es sei an manchen Wochenmarkttagen in der Innenstadt „geballt“. Es stehen auch einige Autos am Straßenrand. Parkplätze für die Händler der Verkaufsstände könnte sich Susann Bollinger vorstellen. Dennoch sagt sie, dass der Wochenmarkt in der Einkaufsstraße bleiben kann, „es ist schön, wenn die Leute flanieren gehen“.

Mit dem neuen Standort sind zwar mehr Passanten in der Einkaufsstraße unterwegs, aber nicht mehr Kunden im Geschäft, sagt Ilona Sorychta: „Im Geschäft sind es weniger Kunden“, aber das liege vor allem an der Corona-Pandemie und dem Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes. Die Kunden gehen wegen der Krise nicht mehr gerne in Geschäfte, sagt Ilona Sorychta.

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