Ärzte und Stendaler Musiker erfreuten Patienten und Schwestern

„Feliz Navidad“ – Frohe Weihnachten

+
Dirk Senger (Posaune, von links), Tobias Hertel (Tenorhorn) und Dr. Alexander Krainz (Waldhorn) spielten am Mittwoch und Donnerstag gemeinsam mit …

Gardelegen. Zwei Konzerte an einem ungewöhnlichen Ort gab es in dieser Woche.

Denn auf dem Flur im Gardelegener Dialyse-Zentrum am Altmark-Klinikum Gardelegen erklangen am Mittwoch und Donnerstag Weihnachtslieder – altbekannte wie „O du fröhliche“, „Leise rieselt der Schnee“, „Rudolph, das kleine Rentier“, „White Christmas“ und eine Version von „Stille Nacht“ zum Mitsingen, aber auch etwas ungewöhnlichere wie „The Christmas Song“, „Have yourself a merry little Christmas“ , „Gloria in excelsis Deo“ in beschwingter Jazzversion und „Es kommt ein Schiff, geladen“.

… Hans Petroll (Tuba, von links), Torsten Hünemöller (Trompete) und Dr. Stephan Wolter (Flügelhorn/Trompete) im Gardelegener Dialyse-Zentrum für die Patienten Weihnachtslieder.

Und ungewöhnlich waren auch die Musiker, die diese besinnlichen, aber auch beschwingten Melodien auf ihren Blechblasinstrumenten darboten. Denn es handelte sich um die beiden leitenden Ärzte der Dialyse-Station, Dr. Stephan Wolter und Dr. Alexander Krainz, sowie um den Elektro-Installateur Dirk Senger, den Lehrer Tobias Hertel, den Rentner Hans Petroll und den Kaufmann Torsten Hünemöller, die alle mit Herz und Seele Musiker sind und zum Teil auch bei den Roland-Musikanten mitspielen. Einmal im Jahr bilden sie das „Dialyse-Sextett“, um die Patienten in den beiden Zentren Stendal und Gardelegen zum großen Fest des Jahres zu erfreuen. Dafür proben sie gemeinsam in ihrer knapp bemessenen Freizeit. In diesem Jahr trafen sie sich, wie Dr. Krainz erzählt, in den Wochen davor fünfmal jeweils drei Stunden. Dazu kommen für Dr. Wolter noch einige „Nachtschichten“, der für das ungewöhnliche Sextett die Arrangements aus verschiedenen Chorbearbeitungen und Partituren zusammenstellt. Denn jeder spielt eine Stimme.

In Stendal fand das kleine Weihnachtskonzert in diesem Jahr bereits zum siebenten Mal, in Gardelegen zum zweiten Mal statt. „Es ist eine kleine, aber feine Tradition geworden“, resümiert Dr. Krainz. Für die neuen Patienten sei es eine große Überraschung, während die Patienten, die schon länger betreut werden, schon auf die kleinen Konzerte warten. Das gilt auch für die Schwestern in den beiden Zentren. An jedem Standort wird an zwei Tagen gespielt, da die Patienten im zweitägigen Rhythmus zur Dialyse müssen und alle sich an der Musik erfreuen sollen, erklärte die leitende Schwester in Gardelegen, Susann Neumann, die mit ihren Kolleginnen ebenfalls mit Freuden den Klängen lauschte. Die Musiker verabschiedeten sich beschwingt mit einer Zugabe: Es erklang „Feliz Navidad“ – Frohe Weihnachten.

Von Elke Weisbach

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare