Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners nimmt immer größere Ausmaße an

Fast 30 000 Bäume

Der Eichenprozessionsspinner hat sich nahezu flächendeckend im Kreis ausgebreitet. In diesem Sommer wurden fast 30 000 Bäume bekämpft – annähernd doppelt so viele wie noch vor vier Jahren.

Gardelegen. Die Anzahl der Bäume, die wegen des Eichenprozessionsspinners in den vergangenen Jahren bekämpft worden sind, steigt immer mehr an. Parallel sanken aber die Preise für die Bekämpfung.

Das erfuhren die Mitglieder des kreislichen Umweltausschusses, die am Donnerstagabend auf der Deponie Lindenberg bei Gardelegen tagten. Im dortigen Versammlungsraum zog die Kreisverwaltung eine Bilanz des diesjährigen Einsatzes gegen den Schädling.

Im Jahr 2015 wurden im Altmarkkreis Salzwedel noch 15 000 Bäume bekämpft. Die Anzahl der abgespritzten oder gar abgesaugten Bäume erhöhte sich seitdem stetig. Im Jahr 2016 waren es kreisweit bereits 21 000 Exemplare, ein Jahr später bekämpften die beauftragten Firmen 23 400 Bäume. Und in diesem Sommer waren es sogar knapp 30 000 Eichen, die bearbeitet wurden. Wobei der Anteil jener Bäume, die auf Privatgrundstücken stehen, ebenfalls immer mehr ansteigt. Die Schwerpunkte lagen dabei in der Drömlingsregion, im nördlichen Teil des Gardelegener Stadtgebietes sowie im Raum Fleetmark. Vor allem im Drömling sowie im Raum Fleetmark wurde auch per Hubschrauber aus der Luft gespritzt – mit unterschiedlichem Erfolg.

Im kommenden Jahr gibt es aller Voraussicht nach wieder eine Bekämpfung. Das erklärte Landrat Michael Ziche. Das Land habe eine Fördersumme von zwei Millionen Euro für ganz Sachsen-Anhalt in Aussicht gestellt. „Wir sind froh, dass das Land ein Stück weit aufgewacht ist“, äußerte Ziche Kritik an der Vorgehensweise in Magdeburg – erst nachdem sich Seehausens Bürgermeister Rüdiger Kloth wegen des Eichenprozessionsspinners medienwirksam selbst angezeigt hatte (wir berichteten), stellte das Land Geld für die Bekämpfung zur Verfügung. Für 2019 plant der Altmarkkreis Salzwedel, einen Antrag auf rund 240 000 Euro Fördergeld zu stellen.

Die zentrale Zusammenstellung der zu bekämpfenden Bäume, die seit mehreren Jahren über die Kreisverwaltung läuft, habe sich laut Ziche bewährt und soll beibehalten werden. Zumal durch diese Zentralisierung auch Kosten eingespart werden.

Von Stefan Schmidt

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