Damit die Eltern ganz nah dabei sind

Familie Rost aus Letzlingen sammelt Geld für Ronald McDonald-Haus in Essen

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Daniela (2. von links) und Sven Rost (hinten links) erfahren viel Unterstützung bei der Sammelaktion für ein Haus in Essen, das Angehörigen von kranken Kindern eine Unterkunft gewährt.

Letzlingen – „Herzlich willkommen“ stand an der Hofeinfahrt auf einem bunten Schild. Auf dem Hof selbst gab es Gegrilltes, dazu in den benachbarten Räumen jede Menge zum Stöbern, vom Buch bis zum Handwerksgerät reichte die Bandbreite.

Familie Rost – die Eltern Daniela und Sven – hatten am Sonnabend zum mittlerweile dritten Mal zu einem Verkaufsbasar eingeladen. Und zahlreiche Interessierte nicht nur aus Letzlingen waren gekommen.

Der Anlass dieser Spendenaktion für das Ronald McDonald-Haus in Essen, mitten im Ruhrgebiet gelegen, ist ein trauriger. Denn Niklas, der 16-jährige Sohn der Familie, ist blind. „Wir fahren jedes Vierteljahr zur Behandlung in eine Spezialklinik nach Essen“, erzählt die Mutter. „Wir“, das sind auch die Eltern, die dann irgendwo unterkommen müssen.

Dafür gibt es das Ronald McDonald-Haus, das sich unweit der Klinik befindet. Unter dem Motto „Ein Zuhause auf Zeit“ können dort Angehörige zeitweise eine Bleibe finden. „Denn wir wollen Niklas dort natürlich nicht alleine lassen“ sagt Mutter Daniela. In der Unterkunft fühle man sich – Niklas muss seit 13 Jahren regelmäßig nach Essen gefahren werden – „wie Zuhause, wie in einer Familie“.

Das Haus in Essen finanziert sich über Spenden. Und so hatte Familie Rost irgendwann die Idee, mit einem Flohmarkt auf dem eigenen Grundstück Geld für das Ronald McDonald-Haus zu sammeln. Am Sonnabend passierte das bereits zum dritten Mal. Freunde und Bekannte unterstützen sie dabei tatkräftig. „Wir schreiben Firmen an und fragen, ob sie etwas zur Verfügung stellen können“, berichtet Daniela Rost von den Vorbereitungen.

Die Spendenbereitschaft sei toll, sagt sie. Bei einer solchen Aktion wie am Sonnabend an der Klosterstraße „kommen dann ein paar hundert Euro zusammen“, erzählt die Mutter. Das Geld geht auf das Konto des Essener Hauses – damit sie und Angehörige anderer kranker Kinder auch künftig vor Ort sein können, um das Familienmitglied zu unterstützen.

VON STEFAN SCHMIDT

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