Regenentwässerung soll erneuert werden

Fahrbahn an Gifhorner Straße immer wieder überflutet

Ein Verkehrsschild weist Fahrer darauf hin, dass die Fahrbahn der Gifhorner Straße hinter dem Kreisverkehr überflutet sein kann.
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Ein Verkehrsschild weist Fahrer darauf hin, dass die Fahrbahn der Gifhorner Straße hinter dem Kreisverkehr überflutet sein kann.

Gardelegen – Heftig regnete es eine Viertelstunde lang am Sonntagnachmittag in Gardelegen. In den wenigen Minuten kamen mehrere Liter pro Quadratmeter aus den Wolken. An einigen Stellen in der Stadt konnten die großen Wassermengen nicht abfließen.

So auch an der Gifhorner Straße zwischen Kreisverkehr und dem im vergangenen Jahr eröffnetem Einkaufsmarkt.

Dort „ist die Entwässerungssituation seit einiger Zeit unbefriedigend“ heißt es in einer Beschlussvorlage für die städtischen Ausschüsse, die über das Vorhaben diskutieren, denn „die vorhandene Niederschlagsentwässerung ist nicht mehr funktionsfähig“.

Das Regenwasser steht auf der Straße. Teilweise davon an der Bordkante so viel, dass vorbeifahrende Autos mittig auf der Fahrbahn fahren und wenn nicht, das Wasser auf die angrenzenden Gehwege spritzen. Dazu muss es nicht mal so stark wie am vergangenen Sonntagnachmittag regnen. Schon bei „mittleren Niederschlagsereignissen ist die Fahrbahn überflutet“, steht in der Beschlussvorschlage.

Eigentlich sollte die Regenentwässerung in diesem Bereich während des Neubaus des Supermarktes neu geregelt werden. Aufgrund des zu beantragenden Wasserrechtes konnte durch den Marktbetreiber diese Vorzugsvariante aber nicht realisiert werden, heißt es weiter. Deswegen musste die Hansestadt Gardelegen das Wasserrecht für die Instandsetzung der Regenentwässerung selbst neu beantragen.

Der Boden der Gifhorner Straße ist entsprechend eines Bohrprofils aus der Landesbohrdatenbank versickerungsfähig. Somit kann das Niederschlagswasser nach dem Wassergesetz des Landes Sachsen-Anhalt nicht abgeleitet werden, da vor Ort eine Versickerung möglich ist. Deswegen soll die Rohrrigole gebaut werden, um das Niederschlagswasser der Straße zur Versickerung einzuleiten. Die Rohrrigole hat eine Gesamtlänge von 30 Metern und soll auf dem städtischen Grundstück zwischen Gehweg und der Grundstücksgrenze vom Einkaufsmarkt im Bereich des Kreisverkehrs angeordnet werden.

Die außerplanmäßige Ausgabe ist aus Gründen der Verkehrssicherungspflicht zur Schaffung einer ordnungsgemäßen Entwässerung notwendig. Die Kosten betragen insgesamt 38 000 Euro. Finanziert werden sie aus den Mehreinzahlungen aus der Schlüsselzuweisung.

VON INA TSCHAKYROW

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