20 jungen Katzen werden versorgt / Appell zur Kastration der Katzen

„Extrem viele“ Kitten im Gardelegener Tierheim

Eine junge Katze
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Im Gardelegener Tierheim werden derzeit sehr viele Kitten versorgt.
  • Ina Tschakyrow
    VonIna Tschakyrow
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Derzeit werden im Gardelegener Tierheim 20 Kitten versorgt. Warum es so viele sind, ist unklar. Die Tierheim-Mitarbeiter appelieren an Halter, Katzen kastrieren zu lassen.

Gardelegen – Gipsy, Aki, Scotty und Austin heißen vier wenige Wochen alte Kitten, die derzeit im Gardelegener Tierheim sind. Insgesamt sind dort aktuell 20 Kitten untergebracht. Davon sind zwei Kitten bei einer Mitarbeiterin und vier Kitten bei einer Frau in einer Pflegestation, da die Unterbringung der vielen Kätzchen im Tierheim mittlerweile schwierig wird. Von den jungen Vierbeinern sind derzeit drei in Quarantäne. Laut der ehrenamtlichen Mitarbeiterin Heidemarie Hintsch sind es „extrem viele Kitten in diesem Jahr“. Warum es so viele junge Katzen sind, weiß sie nicht.

Die Kitten sind alle fast gleichzeitig im Tierheim geboren oder aufgefunden worden. Das ist manchmal sehr aufwendig: Viele der Fundtiere sind krank, haben Krankheiten an den Augen oder haben Katzenschnupfen und müssen in Quarantäne. Dort sind sie meist mehrere Wochen. Die jungen Katzen nach dieser Zeit zu integrieren, ist schwierig.

Es können auch nicht immer sofort alle Kitten aufgenommen werden, wenn der Platz im Tierheim und die Zeit für das Abholen und später die Pflege nicht vorhanden sind. Dann werden die jungen Fundtiere für kurze Zeit auch von den Personen versorgt, die sie gefunden haben und regelmäßig nach dem Zustand der Kitten von Tierheimmitarbeitern befragt, ehe sie ins Tierheim kommen können.

Damit nicht immer Kitten aufgefunden werden oder tragende Katzen ausgesetzt werden, appelliert Heidemarie Hintsch an die Halter, dass diese ihre Katzen kastrieren lassen. Im Frühjahr wurde vom Gardelegener Stadtrat eine Kennzeichnungspflicht für Halter von freilaufenden Katzen beschlossen, damit diese nicht versehentlich kastriert werden. Anschließend fanden Einfang- und Kastrationsaktionen für wilde und halterlose Katzen an Orten in der Stadt statt, wo besonders viele Katzen leben. Die Kosten für Kastrationen wurden teilweise vom Deutschen Tierschutzbund übernommen.

Wer Hilfe oder Unterstützung bei der Kastration benötigt, kann sich im Tierheim melden. Auch, wer eine junge Katze bei sich zu Hause aufnehmen möchte, kann sich im Tierheim melden.

Die beiden Brüder Scotty und Austin lassen sich streicheln, erzählt Heidemarie Hintsch, und auf den Arm nehmen. Sie wurden am 1. Juni geboren und sind seit dem 8. September im Tierheim. Beide sollten zusammen vermittelt werden. Aki wurde am 5. Juli im Tierheim geboren. Seine Mutter kam tragend ins Tierheim. Gipsy muss noch geimpft werden, ehe das Fundtier, das seit dem 30. August im Tierheim ist, vermittelt werden kann.

Wegen der vielen Kitten wird vor allem Katzenfutter für junge Katzen bzw. Kitten benötigt. Es gebe immer wieder Futterspenden, wofür sich Heidemarie Hintsch herzlich bedankt, derzeit werde aber vor allem Futter für Juniorkatzen gebraucht.

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