Deponie GmbH sammelte am Freitag Leichtverpackungen im Altmarkkreis ein

Extra-Tour für nicht abgeholte Gelbe Säcke

Gelbe Säcke werden an einer Straße in Miesterhorst abgeholt.
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In Miesterhorst sammelten Philipp Schneidereit (links) und Volker Senitz die nicht abgeholten Gelben Säcke ein.
  • Ina Tschakyrow
    vonIna Tschakyrow
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Gelbe Säcke, die bei der Entsorgung vor einigen Wochen im Altmarkkreis vom neuen Entsorger nicht abgeholt worden sind, wurden am Donnerstag von der Deponie GmbH des Altmarkkreises eingesammelt.

Miesterhorst – Gelbe Säcke wurden bei den vergangenen Entsorgungsterminen nicht mitgenommen und blieben an den Straßen liegen. Einige Bürger sammelten die Leichtverpackungen wieder ein, andere nicht. An etlichen Straßen in der Einheitsgemeinde Gardelegen, aber auch in den Einheitsgemeinden Kalbe, zum Beispiel in Brüchau, in Klötze, wo Straßen mit Tonnagebegrenzung nicht angefahren wurden und die Stadtwirtschaft die Gelben Säcke zur Entsorgung an Hauptstraßen brachte, und in Salzwedel gibt es Probleme mit der Abholung durch den neuen Entsorger Recyclinghof Farsleben (AZ berichtete mehrfach). Dieser ist seit der Ausschreibung der Dualen Systeme Deutschland (DSD) seit 2021 für die Entsorgung der Gelben Säcke im Altmarkkreis Salzwedel zuständig.

Beschwerden von Bürgern

Der Altmarkkreis ist zwar nicht für die Ausschreibung, Tourenplanung und Entsorgung zuständig, aber etliche Bürger haben sich beim Kreis beschwert. Landrat Michael Ziche hatte sich deswegen bereits an die Geschäftsführung der DSD gewandt und die Entsorgungsprobleme gemeldet. Der Altmarkkreis hat mit der Deponie GmbH eine zusätzliche Sammlung der nicht abgeholten Gelben Säcke ermöglicht.

Am Donnerstag waren Philipp Schneidereit und Volker Senitz von der Deponie GmbH Altmarkkreis Salzwedel im Müllabfuhrauto in verschiedenen Orten wie zum Beispiel in Dannefeld und Miesterhorst unterwegs, um Gelbe Säcke einzusammeln.

In Miesterhorst wurden beispielsweise an der Neuen Straße die Gelben Säcke beim vergangenen Abfuhrtermin vom neuen Entsorger wahrscheinlich deswegen nicht abgeholt, weil dort ein Verkehrsschild auf einen Privatweg hinweist, der nur auf eigene Gefahr befahren werden darf. An solchen Straßen und an jenen, die eine Tonnagebegrenzung haben, blieben die Gelben Säcke liegen. Unabhängig von der Beschilderung, erklärte Steffen Romatschke, Geschäftsführer der Deponie GmbH, muss der Entsorger, also der Recyclinghof Farsleben, die Abholung der Gelben Säcke sicherstellen. Es könne nicht einfach aufgehört werden, Straßen zu befahren, so Steffen Romatschke weiter.

Laut StVO dürfen Müllabfuhrautos alle Straßen befahren

Der Geschäftsführer erklärte, dass in der Straßenverkehrsordnung (StVO) im Paragraf 35, Absatz 6 steht, dass „Fahrzeuge, die (...) der Müllabfuhr dienen und durch weiß-rot-weiße Warneinrichtungen gekennzeichnet sind, (...) auf allen Straßen und Straßenteilen und auf jeder Straßenseite in jeder Richtung zu allen Zeiten fahren und halten“ dürfen.

Es müssen Lösungen für die Bürger gefunden werden, „um für Sauberkeit und Ordnung zu sorgen“, so Steffen Romatschke, der am Donnerstag bei der nicht regulären Entsorgungstour dabei war. Unabhängig von begehrechtlichen, also zum Beispiel Rückwärtsfahren oder Wendemöglichkeiten, und verkehrsrechtlichen, also Verboten für Durchfahrten oder Tonnagebegrenzungen, Gründen, muss die Abholung stattfinden, so der Geschäftsführer weiter.

Weitere zusätzliche Touren

Am Donnerstag habe der Altmarkkreis mit der Deponie GmbH nun gehandelt und das werde sich auch noch so lange an den Straßen, die der Entsorger wegen der Beschilderung nicht befährt, fortsetzen, bis die Entsorgungsprobleme mit dem Recyclinghof Farsleben geklärt werden konnten, informierte Steffen Romatschke.

Es werden allerdings von der Deponie GmbH nur Gelbe Säcke abgeholt, die an nicht angefahrenen Straßen liegen blieben, und nicht weil die Gelben Säcke falsch befüllt oder zu spät herausgestellt wurden, so Steffen Romatschke.

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