Estedt war schon kurzzeitig Stadtteil

Estedt - Von Stefan Schmidt. Schild(bürger)streich in Estedt: Versehentlich war die Gemeinde kürzlich schon Stadtteil von Gardelegen. Denn ein falsches Ortseingangsschild wurde angebracht.

Er traute seinen Augen kaum. „Ich dachte zuerst, ich träume“, schmunzelte Heiko Behrendt während der Ratssitzung in Estedt, die am Dienstabend im Bistro „Mamsella“ stattfand. Denn am Ortseingang aus Richtung Schenkenhorst hing ein neues Ortsschild – mit dem Untertitel „Hansestadt Gardelegen.“ Kurz danach war es wieder verschwunden. Nun ist der Rahmen leer, sogar ein 50-km/h-Schild wurde an der Kreisstraße schnell noch angebracht. Denn ohne ordentliches Ortseingangsschild gibt es offiziell auch keine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 50 km/h, wie sonst innerorts üblich.

Behrendt nahm es, wie die übrigen Estedter Ratsmitglieder, mit Humor. Denn Estedt hatte bisher keine Anstalten gemacht, sich zur Stadt Gardelegen eingemeinden zu lassen. „Wir haben das noch ein Jahr lang so gemacht, wie wir es wollten“, erklärte dazu Bürgermeister Horst Krüger. Zum Jahresende wird die Gemeinde nun zur Stadt zwangszugeordnet. Der Gemeinderat benannte zugleich zwei Personen für die Wahlkommission zur Stadtratswahl am 28. November. Nämlich Bürgermeister Horst Krüger und seinen Stellvertreter Jürgen Behrens.

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