Bau eines modernen Gerätehauses wird wohl größte Feuerwehr-Investition in den nächsten Jahren

Estedt benötigt ein neues Domizil

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Das Feuerwehr-Gerätehaus an der Dorfstraße in Estedt ist in die Jahre gekommen. Sollte der Stadtrat zustimmen, ist ab 2019 ein Neubau geplant.

Estedt. Die mutmaßlich größte Investition für die Feuerwehren im Gardelegener Stadtgebiet steht ab 2019 in Estedt an. Wie Gardelegens Stadtwehrleiter Sven Rasch erläutert, habe das bisherige Feuerwehr-Gerätehaus in der Dorfmitte von Estedt ausgedient.

Sogar ortsfremde Feuerwehrleute fahren an dem Gebäude vorbei, ohne es zu finden, so unscheinbar ist das Depot für die Estedter Brandschützer. „Die Decke ist zu niedrig und auch viele andere Sachen entsprechen nicht mehr den heutigen Gegebenheiten“, erklärt Sven Rasch.

Da hilft nur ein Neubau – es wäre der zweite Gerätehausneubau seit der Gebietsreform, nachdem im Vorjahr das Gerätehaus in Mieste fertiggestellt worden ist. Ein Standort ist auch schon in Aussicht. Denn das neue Gerätehaus könnte auf einer Freifläche unweit des ehemaligen Kindergartens in Estedt gebaut werden. Noch sei aber nichts fix, betont Sven Rasch.

Probleme mit der Einsatzbereitschaft gibt es nach Angaben des Stadtwehrleiters vor allem im nordwestlichen Gardelegener Stadtgebiet. Das habe man in den vergangenen Wochen bei Einsätzen in Jeggau, als am 14. Juni eine Scheune in Flammen aufging, und in Breitenfeld, als es dort kürzlich einen Waldbrand gab, gemerkt. Für Breitenfeld gilt: Dort wird automatisch auch die Klötzer Feuerwehr alarmiert. Ansonsten rücken die Kräfte aus Mieste und Solpke mit an die Hellberge aus. Für Breitenfeld gilt: „Nach dem letzten Einsatz haben sich Personen gemeldet, die in die Feuerwehr eintreten möchten“, freut sich der Stadtwehrleiter. Was angesichts der Knappheit an aktiven Einsatzkräften für Breitenfeld positiv wäre.

Die Personalknappheit ist auch ein Grund, warum bei vielen Einsätzen oft drei Wehren zugleich alarmiert werden. „Wir benötigen beispielsweise bei Wohnungsbränden immer sechs Atemschutzgeräteträger“, so Sven Rasch. Diese Zahl könne eine Wehr oft nicht alleine aufbringen.

Von Stefan Schmidt

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