1. az-online.de
  2. Altmark
  3. Gardelegen

Linken-Antrag: Parkplätze auf dem Gardelegener Rathausplatz weg

Erstellt:

Von: Stefan Schmidt

Kommentare

Autos auf Rathausplatz
Noch darf auf dem Rathausplatz geparkt werden. © Stefan Schmidt

Der Gardelegener Stadtrat wird darüber beschließen, ob bald auf dem Rathausplatz nicht mehr geparkt werden darf.

Gardelegen – „Es gibt genug Parkmöglichkeiten rund um den Rathausplatz.“ Das schreibt Gudrun Gerecke, die Vorsitzende der Linken-Fraktion im Gardelegener Stadtrat, über die Frage, ob der Gardelegener Rathausplatz auch weiterhin als Parkfläche genutzt werden kann. Die Linken beantragen zur nächsten Stadtratssitzung, die dort noch vorhandenen sieben Stellflächen zu streichen und somit das Parken auf dem Rathausplatz gänzlich zu verbieten. Ausnahme: Bei Hochzeiten im Standesamt, das sich im Erdgeschoss des Rathauses befindet, dürfen Autos noch vorfahren.

Laut Gudrun Gerecke sei es „ekelig und gesundheitsschädigend“, wenn Passanten, die sich auf dem Rathausplatz aufhalten, die Autoabgase einatmen müssten. Auf dem Rathausplatz gibt es rund um den Brunnen mehrere Bänke sowie weitere Außen-Sitzgelegenheiten vor dem Café am Rathaus, dem Eiscafé Guzzo und der Fleischerei. Mit der Folge, dass sich immer mehr Fußgänger und auch Radfahrer auf dem Rathausplatz aufhalten – anders als noch vor einigen Jahren – und sich den Platz mit abgestellten und fahrenden Autos teilen müssen. Ohne Stellflächen müssten Kunden zwar „einen kleinen Fußmarsch“ in Kauf nehmen, aber eine mögliche Gefahrensituation würde entschärft, argumentiert die Linken-Fraktion in ihrem Antrag.

Auch die Gardelegener Stadtverwaltung äußert sich zu diesem Thema. So habe es bisher ganz bewusst „keine Beteiligung der von einer Wegnahme der Parkplätze auf dem Rathausplatz unmittelbar Betroffenen“ – also den Geschäftsleuten – gegeben, „da der Diskussion in den Ausschüssen nichts vorweggenommen werden sollte“.

Gleichwohl habe man bei der Polizei angefragt, ob die derzeitige Situation auf dem Gardelegener Rathausplatz zu Unfällen geführt habe. Die Antwort der Ordnungshüter: Es habe innerhalb von dreieinhalb Jahren – vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Juli 2022 – 16 polizeilich erfasste Karambolagen auf dem Rathausplatz gegeben. Es seien jedoch „keine Personen verletzt“ worden, es habe sich stattdessen „überwiegend um klassische Parkplatzunfälle mit überschaubarem Schaden“ gehandelt.

Auch interessant

Kommentare