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Risse im Boden: Es gibt Mängel am und im Besucherzentrum in Gardelegen

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Von: Stefan Schmidt

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Risse in Betonboden
Im Eingangsbereich gibt es Risse. © Stefan Schmidt

Das Besucherzentrum auf der Gedenkstätte hat bereits erste Mängel.

Gardelegen – Es geschah während der Vormittagsstunden. Andreas Froese, der Leiter der Gedenkstätte Feldscheune Isenschnibbe bei Gardelegen, saß in seinem Büro. Ebenfalls vor Ort: Roland Schneidereit, jener Mitarbeiter der Stadtverwaltung, der sich unter anderem um die Pflege der Anlage kümmert. Als plötzlich, scheinbar ohne Grund, die Alarmanlage anging, an der auch alle Fenster des vor knapp zwei Jahren offiziell eröffneten Besucher- und Dokumentationszentrums angeschlossen sind. Wenige Augenblicke später „hörten wir einen fürchterlich lauten Knall“, erinnert sich Andreas Froese. „Es klang fast wie eine Explosion.“

Des Rätsels Lösung: Im Nebenraum von Froeses Büro war eine Fensterscheibe zerborsten. Sie befindet sich zwar bis jetzt in der Umfassung, besteht aber seit jenem Tag aus Tausenden kleinen Glassplittern. Bruno Vennes, der Architekt des Besucherzentrums, vermutet, dass es die Fensterscheibe angesichts der hohen Außentemperaturen buchstäblich zerschossen habe, „da reicht schon ein ganz kleiner Fehler beim Einbau“.

Die Firma, die damals, vor rund drei Jahren, diese Konstruktion eingebaut habe, könne nun aber keine Reparatur mehr vornehmen, wie Bruno Vennes erläuterte: Sie ist insolvent. Also müsse man stattdessen eine andere Firma mit der Einsetzung einer neuen, dreifach verglasten Scheibe beauftragen.

Ein anderes Ärgernis gibt es direkt im Eingangsbereich des Besucherzentrums. Dort gibt es im Betonfußboden zwei deutlich sichtbare Risse. An diesen Stellen habe man möglicherweise zu wenig Material verwendet, mutmaßt der Architekt. Es sei auf jeden Fall ein Konstruktionsfehler, der behoben werden müsse. Man führe derzeit Gespräche mit der damals tätigen Firma, so Bruno Vennes, damit der Missstand behoben werden kann. Dazu müsse dann wohl der komplette Eingangsbereich des Besucherzentrums neu gemacht werden – möglicherweise verbunden mit einer vorübergehenden Schließung des gesamten Besucherzentrums.

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