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Bald Ja-Wort in Gardelegener Nikolaikirche

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Von: Stefan Schmidt

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Alte Kirche
Die Nikolaikirche wird bald ein Hochzeitsort. © Stefan Schmidt

In der Gardelegener Nikolaikirche soll bald ganz offiziell geheiratet werden können.

Gardelegen – Die Ruine der Gardelegener Nikolaikirche soll bald als Hochzeitsort festgelegt werden. Das berichtete Gardelegens Bürgermeisterin Mandy Schumacher während der Zusammenkunft des städtischen Hauptausschusses. Das Gremium tagte am Dienstagabend im Rathaussaal.

Wie sie erklärte, hätten sowohl die evangelische Kirchengemeinde als auch der für den Umbau des ehemaligen Gotteshauses federführende Verein für Kultur und Denkmalpflege diesem neuen Hochzeitsort zugestimmt. Wie es in der Beschlussvorlage heißt, biete „der geschlossene Kirchenteil der Nikolaikirche mit dem angrenzenden Innenhof mit seiner einmaligen Kulisse eine würdige Form für diese Zeremonie“.

In den vergangenen Jahren hatte es bereits vereinzelt Hochzeiten in der vor 77 Jahren durch einen alliierten Bombenangriff größtenteils zerstörten Nikolaikirche gegeben. Neu wäre allerdings, dass die Nikolaikirche als vierter Standort im Gardelegener Stadtgebiet nach Standesamt, Letzlinger Jagdschloss und Gut Zichtau offiziell vorgesehen ist. Im Hauptausschuss gab es dazu einhellige Zustimmung.

Gardelegens Bürgermeisterin selbst könnte Trauungen vornehmen, sie hat einen Lehrgang als Standesbeamtin absolviert und auch schon mehrere Eheschließungen vollzogen. „In meiner ersten Euphorie“ nach der bestandenen Prüfung, so erzählte sie im Hauptausschuss, habe sie sogar die Idee gehabt, auf Wunsch auch Trauungen an außergewöhnlichen Orten zu vollziehen – unter freiem Himmel auf dem Wall oder während des Hansefestes in einer Riesenrad-Gondel, wenn es denn das Brautpaar so wolle. Doch da habe sofort das Landesverwaltungsamt reagiert und ihr schriftlich mitgeteilt, dass solche Orte aus Sicht der Behörde wenig repräsentativ für Hochzeiten seien. Sie sehe das aber etwas anders, merkte Mandy Schumacher an. „Am Ende sollte doch das Brautpaar selbst entscheiden, welcher Ort für sie repräsentativ ist.“

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