Einheitliche Regelung zur Nutzung soll ab Januar 2017 beraten werden

Dorfgemeinschaftshäuser in Gardelegen: Erstmal kostenpflichtig für alle

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Das Dorfgemeinschaftshaus in Köckte wird laut Verwaltungsliste am häufigsten von allen Objekten gebucht.

Gardelegen. In einem Dreivierteljahr, genauer im Januar 2017, soll den Stadträten eine von der Stadtverwaltung erarbeitete Entgeltverordnung für alle kommunalen Dorfgemeinschaftshäuser vorliegen. Das hat der Stadtrat während seiner Sitzung am Montagabend beschlossen.

Die SPD-Fraktionsmitglieder Walter Thürer (im Uhrzeigersinn), Ulrich Scheffler, Oliver Stegert, Jörg Marten und Peter Wiechmann während der Beratungspause.

Vorausgegangen war ein Antrag der SPD-Fraktion, eben dies zu erarbeiten – für Dezember 2016. Auf Intervention der CDU-Stadträtin Viola Winkelmann, man müsse erst die Jahres-Endabrechnung abwarten, „weil im Dezember die meisten Veranstaltungen stattfinden“, einigte sich die antragstellende SPD darauf, das Datum auf Januar zu verschieben. Dazu gab es eine mehrminütige Sitzungsunterbrechung, um beraten zu können. Mit dieser Entgeltverordnung soll einheitlich geregelt werden, wer bei einer Buchung des Dorfgemeinschaftshauses bezahlen muss und für wen Veranstaltungen kostenlos sind. Wobei: Der SPD-Antrag lautet ausdrücklich auf eine „ausnahmslos kostenpflichtige Nutzung“ der Räume. Da konnte wiederum Thomas Genz (CDU-Fraktion) nicht mitgehen. Es müsse möglich sein, die Räume auch kostenfrei zu nutzen. Zum Beispiel für Ortschaftsratssitzungen und Zusammenkünfte der Feuerwehr. In vielen Orten haben aber auch Sportvereine und -gruppen derzeit noch kostenlosen Zugang – während Sportvereine in der Kernstadt ein Entgelt entrichten müssen. Kompromissvorschlag von Bürgermeisterin Mandy Zepig: Erstmal alles grundsätzlich kostenpflichtig auflisten. Ausnahmen könne man immer noch genehmigen.

Von Stefan Schmidt

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