Erneut keine Metal-Fete

Gardelegen: „Metal Frenzy Open Air“ auf 2022 verschoben

Kleine und große Metal-Fans kamen in Gardelegen beim „Metal Frenzy Open Air“ zusammen.
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Wieder kein „Metal Frenzy“: Die siebte Auflage des Gardelegener Metal-Festivals musste wie schon im Vorjahr erneut verschoben werden.
  • Tobias Weber
    vonTobias Weber
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Gardelegen - Bereits im letzten Jahr mussten die Fans auf die siebte Auflage des „Metal Frenzy Open Air“ in Gardelegen verzichten. Da aufgrund der Corona-Pandemie weiter vieles nicht absehbar ist, zogen die Organisatoren erneut die Reißleine und gaben schweren Herzens die Verschiebung des Metal-Festivals auf 2022 bekannt.

„Rock am Ring“ und „Rock im Park“ sahen sich bereits zu diesem Schritt gezwungen, andere namhafte Musikfestivals wie das „Hurricane“, das „Deichbrand“ oder das „Rockharz“ zogen nach. Da auch auf absehbare Zeit weiterhin mit massiven Einschränkungen rund um die Corona-Pandemie zu rechnen ist, zogen nun auch die Organisatoren des „Metal Frenzy Open Air“ die Reißleine.

Am Sonntagabend wurde auf der Facebook-Seite des Festivals veröffentlicht, dass das Gardelegener Metal-Festival auch in diesem Jahr nicht stattfinden kann und auf 2022 verschoben werden muss. Somit wird es nach der Absage im letzten Jahr auch 2021 keine große Metal-Fete auf dem Gelände am Gardelegener Erlebnisbad geben. Die Fans müssen sich demnach bis zum nächsten Jahr gedulden und hoffen natürlich, dass dann endlich die siebte Auflage des „Metal Frenzy“ steigen kann.

„Ehrlich gesagt, haben wir die Planungen für dieses Jahr bereits im November 2020 abgebrochen, denn es war ja irgendwo absehbar. Die Entscheidung ist uns dennoch überhaupt nicht leicht gefallen. Trotzdem mussten wir jetzt einfach reagieren. Wir hatten Bands aus dem Ausland, die definitiv nicht kommen können und auch die ganzen beteiligten Firmen brauchen ja auch eine gewisse Planungssicherheit“, berichtet Jörg Janikulla, einer der beiden Organisatoren. „Sicherlich hätte man eine kleinere Veranstaltung aufziehen und beispielsweise vor Ort Testungen durchführen können. Aber ganz ehrlich, wer soll das am Ende bezahlen. So sehr ich Realist bin, war es einfach utopisch, so ein Festival in der jetzigen Situation durchzuführen“, gibt Janikulla ehrlich zu.

Trotz der erneuten Absage beziehungsweise Verschiebung des Gardelegener Festivals müssen die Fans nicht gänzlich auf ihr geliebtes „Metal Frenzy“ verzichten. Denn wie schon im Vorjahr planen die Organisatoren ein Online-Event, wobei an zwei Tagen von Oebisfelde aus gestreamt wird. „Im letzten Jahr waren wir praktisch die Ersten, die so etwas angeboten haben. Das hatte dann auch ganz gut funktioniert und das Feedback der Fans hat uns zudem auch bestärkt. Daher werden wir auch in diesem Jahr den digitalen Weg gehen“, so Janikulla.

Am 11. und 12. Juni (Freitag und Sonnabend) sollen dann insgesamt acht Bands auf der Bühne stehen, wobei die Konzerte live gestreamt werden. Diese beiden Tage sollten sich die Metal-Fans also schon einmal dick im Kalender eintragen, um dann erneut in heimischen Gefilden das „Metal Frenzy“ zu feiern. Nicht alle zusammen, aber doch irgendwie gemeinsam.

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