Erkältung, aber kein Coronavirus

40 Schüler und Begleiter des Gardelegener Gymnasiums weiter in Quarantäne

Gardelegen – Die 40 Schüler und Begleitpersonen, die am Freitag von einem Ski-Aufenthalt aus Südtirol nach Gardelegen zurückgekehrt sind, befinden sich nach wie vor in häuslicher Quarantäne.

Durch diese Maßnahme soll eine eventuelle Ausbreitung des Coronavirus – Südtirol wurde am Freitag, also dem Abreisetag, als Risikoregion eingestuft – verhindert werden. Es handelt sich um Schüler und Lehrer des Gardelegener Geschwister-Scholl-Gymnasiums (wir berichteten).

Wie Sozialdezernatin Kathrin Rösel gegenüber der Altmark-Zeitung erklärt, seien die insgesamt 40 Personen am Freitagabend von Amtsärztin Dr. Cornelia Schmidt bei der Ankunft in Gardelegen in Empfang genommen worden. Vor Ort habe man sie und die Eltern über die Quarantäne-Maßnahme informiert und ihnen erläutert, wie sie sich innerhalb der nächsten zwei Wochen verhalten sollen. Darüber hinaus wurden sie bei der Ankunft „in Augenschein genommen“, allerdings nicht medizinisch untersucht. Denn Krankheitssymptome habe niemand von ihnen gehabt. Das Kreis-Gesundheitsamt stehe seitdem in regelmäßigem telefonischen Kontakt mit den Betroffenen und erkundige sich nach ihrem Gesundheitszustand.

Am Montag habe eine Schülerin Erkältungssymptome gehabt. Sie ging zum Hausarzt und ließ sich untersuchen. „Das Ergebnis ist negativ“, so Kathrin Rösel. Soll heißen: Das Mädchen hat kein Coronavirus. Weitere Auffälligkeiten habe es bisher nicht gegeben.

Häusliche Quarantäne bedeute keinesfalls, dass sich die Betroffenen einschließen oder im Bett liegen müssten. „Sie dürfen in den Garten gehen und auch den Müll rausbringen“, so Kathrin Rösel. Sie sollen aber nicht mit fremden Personen zusammenkommen und auch „den Kontakt mit ihrem direkten sozialen Umfeld“, also den Familienangehörigen, „auf ein Minimum beschränken“.

Gebe es innerhalb dieser zwei Wochen keine gesundheitlichen Auffälligkeiten, dann könnten die Schüler und Lehrer „Stand jetzt“ wieder ganz normal am Unterricht teilnehmen.

Wie es gestern aus dem Bildungsministerium hieß, werden alle Klassen-, Studienfahrten und Schüleraustausche im Land bis zum 31. Mai ausgesetzt. Die Stornierungskosten übernehme das Land.

Derweil wurden landesweit insgesamt acht Personen positiv auf das neuartige Virus getestet.  sts

Rubriklistenbild: © Maurizio Gambarini/dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare