Auf einer Berufsmesse konnten sich Schüler des Geschwister-Scholl-Gymnasiums über Berufe und Studiengänge informieren

Entscheidungshilfe aus erster Hand

Die Schwestern Theresa und Elisabeth Müller (v.l.) informierten sich mit Mutti Bianca bei der Masterstudentin Urte Kägebein über Studienmöglichkeiten an der Otto-von Guericke Universität Magdeburg.

awa Gardelegen. Die Entscheidung für einen Beruf oder ein Studium ist knifflig, stellt sie doch die Weichen für das gesamte berufliche Leben. Gut, wenn Betroffene in dieser Situation Ansprechpartner haben, die sie um Rat Fragen können.

Das Ziel, Schülern vor der Berufswahl kompetente Ansprechpartner zur Seite zu stellen, verfolgt auch das Gardelegener Gymnasium. Unter dem Titel „Ein Blick in die Zukunft“ konnten sich künftige Absolventen am Sonnabendnachmittag in der Schulaula über verschiedene Berufe und Studiengänge informieren. 17 Aussteller waren dazu ins Gymnasium gekommen, darunter auch einige ehemalige Schüler.

„Die Grundidee ist, dass Ehemalige zur Berufsmesse wieder an die Schule kommen und über ihre Erfahrungen in Beruf und Studium berichten“, erklärte Schulleiter Dietmar Collatz am Rande der Veranstaltung. Es gehe darum, aufzuklären, was man mit diesem oder jenem Studium anfangen könne und die Schüler vielleicht auch auf Ideen zu bringen, auf die sie selbst nicht gekommen wären.

Über konkrete Erfahrungen berichten konnte beispielsweise Urte Kägebein. Die junge Frau aus Klötze ging zwar nicht in Gardelegen, sondern in Beetzendorf zum Gymnasium. Als Master-Studentin für Medizintechnik der Otto-von-Guericke Universität Magdeburg konnte sie den Gardelegener Schülern dennoch aus erster Hand von den Studienangeboten und Berufschancen verschiedener Studiengänge an der Magdeburger Universität berichten.

Mit ihrem Studienangebot in der Schulaula vertreten war auch die Fachhochschule „Ostphalia“ aus Wolfenbüttel. Masterstudent Stefan Krupop und Mitarbeiterin Ruth Heinzelmann präsentierten hier verschiedene Informatikstudiengänge ihrer Hochschule. Als besonderer Publikumsmagnet erwiesen sich dabei Miniroboter, die die Studenten der Hochschule zu großen Teilen selbst entwickelt hatten. „Mit unseren Fußballrobotern sind wir beim Robo-Cup in China und Singapur sogar Weltmeister geworden“, berichtete Stefan Krupop stolz.

Ein anders ausgerichtetes, aber zunehmend attraktives Ausbildungsmodell stellte die Bachelor-Studentin Romina Medici den Besuchern ihres Informationsstandes vor. Beim Energieversorger E.on absolviert die junge Frau derzeit eine duale Ausbildung zur Industriekauffrau, die an ein vom Unternehmen finanziertes Studium gekoppelt ist.

Nicht zufällig waren vor allem regionale Firmen und Hochschulen sowie die Vertretungen der Polizei und der Bundeswehr an der Berufsmesse beteiligt. „Unsere Schüler sollen in der ganzen Welt studieren, wenn sie es möchten. Aber wir hoffen natürlich auch, dass sie danach den Weg zurück in die Region finden“, betonte Dietmar Collatz. Nach einer ersten Veranstaltung im vergangenen Jahr fand die Berufsmesse am Sonnabend bereits zum zweiten Mal im Gardelegener Gymnasium statt. „Wir wollen diese Veranstaltung in Zukunft fest an unserer Schule etablieren“, so der Schulleiter.

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