Infos spielerisch vermittelt beim gut besuchten Tag der offenen Tür im Gardelegener Geschwister-Scholl-Gymnasium

Entfärbte Cent-Stücke und Lego-Roboter

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Thor Persson und Amar Shakir (Zweiter und Dritter von rechts) gaben eine Führung durch das Schulgebäude und erzählten aus ihrem Schülerleben am Gymnasium.

cm Gardelegen. Wenn am 9. August dieses Jahres das neue Schuljahr beginnt, beginnt für die heutigen Viertklässler auch ein neuer schulischer Abschnitt. Denn sie wechseln auf die weiterführenden Schulen wie das Gardelegener Gymnasium.

Und dort konnten sich die zukünftigen Fünftklässler beim Tag der offenen Tür am Sonnabend schon im Voraus einen Eindruck von der Schule machen. Gemeinsam mit ihren Eltern nutzten viele von ihnen die Möglichkeit, in die unterschiedlichen Angebote, die das Gymnasium anbietet, hineinzuschnuppern.

Noah Elias Senft erklärt, wie man mithilfe von Chemie ein Cent-Stück entfärben kann.

Zum Einstieg informierte Schulleiter Dietmar Collatz die kleinen und großen Besucher über die Geschichte des Gymnasiums und über den Titel „Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage“, den die Schule trägt. Nach der Erwähnung aller Möglichkeiten, die das Gymnasium bietet, und den Spaß, den man dort haben werde, machte er auch darauf aufmerksam, dass die Schule aber immer noch ein Ort zum Lernen sei. Im Anschluss konnten sich die Eltern mit ihren Kindern in den Gebäuden umsehen. Die derzeitigen Schüler des Gymnasiums stellten zusammen mit den Fachlehrern jedes Unterrichtsfach vor. So konnten die zukünftigen Gymnasiasten sich spielerisch mit den Fächern vertraut machen, die dann ab August auf ihrem Stundenplan stehen werden. Unter ihnen waren auch die jetzigen Zehntklässler Amar Shakir und Thor Persson, die durchs Gymnasium führten und dabei auch von ihren eigenen Erfahrungen als Schüler des Gymnasiums erzählten.

Im Fachbereich Geographie konnten die zukünftigen Schüler ihr bereits vorhandenes Wissen mit Hilfe eines Quizz testen. Es mussten Fragen wie „Wie heißt der höchste Berg Deutschlands?“ oder „Wie heißt der längste Fluss Deutschlands?“ beantwortet werden. In Sozialkunde wolle man den Kindern beibringen „Was es heißt, gemeinsam zu leben“, erläuterte Jelal Sedo, der mit seinen Mitschülern den Mädchen und Jungen einen Einblick in die Politik und das tägliche Zusammenleben lieferte.

Im Fachbereich Deutsch wurden künstlerische Interpretationen von Parabeln und Gedichten ausgestellt. Im Fach Mathematik waren die Kinder eingeladen zu rätseln, zu knobeln und zu basteln. Außerdem wurde mit Baukästen konstruiert.

Auch im Fach Informatik wurde es interessant. Neben Spielen und Lernen am Computer gab es noch etwas Besonderes, nämlich Roboter. Auch wenn diese nur aus Lego-Steinen waren, sind sie etwas sehr Besonderes, sagte Holger Pleske, Fachbereichsleiter Informatik. Die Lego-Roboter wurden der Schule von den Wirtschaftjunioren gesponsert und sollen den Schülern das Programmieren beibringen. Das Geschwister-Scholl- Gymnasium sei die einzige Schule in der Altmark, die diese Technik besitzt, berichtete der Informatiklehrer.

Bei den naturwissenschaftlichen Fächern Biologie, Chemie und Physik konnte man unterschiedlichste Experimente begutachten. Im Chemieraum wurden zum Beispiel Cent-Stücke entfärbt, aber es wurde auch Schnaps gebrannt. Dennis Rummelfanger führte vor, wie man aus Rotwein die Alkohole Methanol und Ethanol gewinnen kann. Auf die Frage, inwiefern dies pädagogisch wertvoll sei, wusste er jedoch keine Antwort. Mit Elektrizität und Vakuum wurde im Fachbereich Physik experimentiert. Einen Eindruck vom menschlichen Körper gab es in Biologie.

In den kreativeren Fächern Musik und Kunst wurden Werke von heutigen Schülern präsentiert, so zum Beispiel viele Bilder, andere Kunstprojekte, selbst gebastelte Instrumente und Plakate.

Auch die vier Fremdsprachen Spanisch, Russisch, Französisch und Englisch, die man am Gymnasium derzeit erlernen kann, wurden vorgestellt. In Französisch konnten die künftigen Gymnasiasten testen, wie viele französische Wörter sie bereits kennen.

Auch für das leibliche Wohl am Tag der offenen Tür war gesorgt. Die Schüler des Gymnasiums verkauften unter anderem Waffeln, Crêpes, Kuchen, belegte Brötchen und Bratwürste.

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