Umsetzung in Berge ist erfolgt / Glascontainer am Dorfrand / Berlin: „Nun ist hoffentlich Ruhe“

Ende der Trafohäuschen-Posse

Dort, wo jetzt die Baugrube ist, befand sich bis vor wenigen Tagen das umstrittene Trafohäuschen. Nun steht es nur wenige Meter entfernt (im Hintergrund). Fotos (3): Schmidt

Berge. „Nun ist hoffentlich wieder Ruhe im Dorf. “ Dies sagt Bernhard Berlin, Berges Ortsbürgermeister, zur neuesten Entwicklung um das Trafohäuschen. Vor wenigen Tagen ist es nämlich umgesetzt worden.

Und zwar genau dorthin, worauf sich Stadt und Ortschaftsrat im Frühjahr geeinigt hatten. Damit ist ein fast ein Jahr währender Streit um den Standort des neuen Trafohäuschens, von der Eon-Avacon aufgestellt, beendet. „Und das wurde auch Zeit“, so Bernhard Berlin.

Rückblick: Am 2. September 2011 wurde ein neues Trafohäuschen mitten auf dem Dorfplatz in Berge aufgestellt. Ohne Wissen von Bernhard Berlin, ohne vorherige Information an den Ortschaftsrat. Obwohl dies in dem Gebietsänderungsvertrag, den Berge bei der freiwilligen Angliederung an die Stadt geschlossen hatte, steht: Jede kommunale bauliche Maßnahme vor Ort müsse erst im Berger Ortschaftsrat diskutiert werden. Genau dies war nicht geschehen. Während der Ortschaftsratssitzung vier Tage nach dem Trafohäuschen-Aufstellen kochten deshalb die Emotionen hoch.

Folge: Die Stadt entschuldigte sich zwar für das Versäumnis, weigerte sich aber, einen neuen Standort zu suchen. Denn der Dorfplatz war in den 1990-er Jahren über Dorferneuerungsmittel saniert worden, der Ortschaftsrat sah dieses Häuschen als Verschandelung des Platzes an. Und gab sich mit einer Entschuldigung nicht zufrieden. Die Räte pochten weiterhin auf eine Umsetzung.

Am 27. Februar war dann der städtische Bauausschuss vor Ort, um sich das Corpus Delicti anzuschauen. Dort gab es keineswegs eine einhellige Ablehnung zum Standort, einige Dorfbewohner fanden das alles gar nicht so schlimm.

Am 18. April fällte der Gardelegener Hauptausschuss eine Entscheidung; Das Trafohäuschen wird versetzt, wenige Meter weiter an den Rand des Dorfplatzes. Dort, wo bisher die Glascontainer standen. Die befinden sich nun am Ortsausgang in Richtung Ziegelei.

Das Geld für die Trafohäuschen-Umsetzung, etwa 9 000 Euro, zahlt die Stadt.

Von Stefan Schmidt

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