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Einsatzleitung koordiniert von Gardelegen aus die Alarmierungen für Sturmschäden

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Von: Ina Tschakyrow

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Umgestürzter Baum
Etliche Bäume stürzten um. © Renate Heinze

Etwa 60 Einsätze gab von Donnerstagnacht bis Donnerstagnachmittag in der Gardelegener Einheitsgemeinde wegen Sturmtief Ylenia. Es wurde eine örtliche Einsatzleitung eingesetzt.

Gardelegen – Der erste Einsatz für die Feuerwehr der Gardelegener Einheitsgemeinde war Donnerstagnacht um 0.52 Uhr. In Letzlingen war ein Baum umgestürzt. In den nächsten Stunden folgten weitere Alarmierungen wegen der starken Sturmböen des Sturmtiefs Ylenia. In Dannefeld drohte ein Baum auf ein Haus zu stürzen. Auf den Straßen lagen umgestürzte Bäume und Äste, wodurch es zu Verkehrsverzögerungen kam, bis diese von den Einsatzkräften weggeräumt wurden. Strom- und Telefonleitungen wurden beschädigt, informiert Stadtwehrleiter Sven Rasch.

In Letzlingen stürzte ein Baum auf ein Auto. Um 2 Uhr kollidierte auf der B 71 zwischen Berge und Estedt ein 25-Jähriger mit seinem Auto mit einem umgestürzten Baum, den er laut Polizei zu spät bemerkte. Der Fahrer blieb unverletzt. Das Auto hat einen Schaden von etwa 2500 Euro. Um 4.44 Uhr war in Gardelegen die Sirene zu hören. Die Mitglieder der Feuerwehr rückten zu einem Einsatz im Gewerbegebiet Nord aus. Dort war der Strom ausgefallen. Das führte bei einem Unternehmen zu einem kleinen Brand, wodurch die Brandmeldeanlage auslöste. Bei diesem Einsatz wurden die Mitglieder der Gardelegener Feuerwehr wegen der Brandmeldeanlage noch über die Leitstelle Altmark in Stendal alarmiert.

Vorherige und folgende Einsätze in der Gardelegener Einheitsgemeinde wurden über eine örtliche Einsatzleitung koordiniert. Seit etwa 2 Uhr war Stadtwehrleiter Sven Rasch mit Kollegen in der Stadtverwaltung und leitete die Einsätze an die Feuerwehren weiter. Die Notrufe der Bürger werden von der Leitstelle Altmark an die örtliche Einsatzleitung über ein Einsatzprogramm übermittelt, erklärt Sven Rasch. Die Feuerwehren werden dann von der örtlichen Einsatzleitung aus zu den Einsätzen alarmiert. Die Einsatzleiter vor Ort melden sich bei Sven Rasch und den Kollegen beispielsweise, wenn der Einsatz beendet wurde, die Feuerwehren wieder einrücken und erneut einsatzbereit sind.

Um die örtliche Einsatzleitung einzusetzen, gibt es bestimmte Festlegungen. Sven Rasch erklärt, dass es für die Einberufungen einen Großeinsatz, beispielsweise einen flächendeckenden Stromausfall, oder es innerhalb von kurzer Zeit fünf Alarmierungen im für die Feuerwehren zuständigen Gebiet geben muss.

Auf den Sturm haben sich die Feuerwehren nicht besonders vorbereitet, da „wir nicht wissen, was kommt“, sagt Sven Rasch, während der nächste Einsatz an der B 71 bei Letzlingen eingeht. Um 10.18 Uhr waren es am Donnerstag bereits 24 Einsätze, wie der Stadtwehrleiter berichtete. Etwa 30 Minuten später gab es bereits 44 Alarmierungen. Insgesamt gab es von Donnerstagnacht bis Redaktionsschluss etwa 60 Einsätze.

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