Gardelegener Wasserverband modernisiert Fuhrpark

Einsatzfähigkeit wieder gesichert

Hartmut Jordan (l.) und Sven Rieck (r.) bilden die Stammbesetzung für das neue Fahrzeug. Sechs weitere Mitarbeiter, darunter Manfred Brandt (Mitte), bekamen ebenfalls eine Einweisung.

Gardelegen. Der Fuhrpark des Gardelegener Wasserverbands wird moderner: Gestern stellten Geschäftsführerin Katja Rötz, der technische Leiter Frank Hellmann und weitere Mitarbeiter ein neues Saug- und Spülfahrzeug vor, das ein in die Jahre gekommenes Modell ersetzt.

Noch 2014 soll auch ein zweites Fahrzeug dieser Art gegen ein neues ausgetauscht werden werden.

2012 wurde der Bedarf für ein neues Saug- und Spülfahrzeug angemeldet. Das bisherige, Baujahr 2001, war zunehmend reparaturbedürftig, fiel dadurch öfter aus und verursachte hohe Werkstattkosten, erläuterte Frank Hellmann die Notwendigkeit der Neuanschaffung. Zudem hätte es aufgrund verschlissener Pumpentechnik nicht mehr effizient gearbeitet. Durch zwei solch alte Fahrzeuge im Fuhrpark sei auch die Einsatzbereitschaft beeinträchtigt gewesen, ergänzte Katja Rötz.

Nachdem die Anschaffung in den Wirtschaftsplan für 2013 aufgenommen und beschlossen wurde, habe man sich ausgiebig über über die mögliche technische Ausstattung informiert, sagte Hellmann. „Bei der Größe mussten wir uns an der vorhandenen Garage orientieren“, so der technische Leiter des Wasserverbandes weiter. Herausgekommen ist ein Lkw mit zwei Achsen, einem zulässigen Gesamtgewicht von 18 Tonnen und einer Leistung von 340 PS. Hinzu kam ein neun Kubikmeter großer Tankaufbau, dessen Fassungsvermögen sich variieren lässt. So bietet er Platz für bis zu 5000 Liter Spülwasser beziehungsweise 6500 Liter Schlamm. Gesamtkosten: 299 142 Euro. Am 18. Dezember wurde das Fahrzeug geliefert, seitdem sind acht Mitarbeiter in den Umgang damit eingewiesen worden.

Und die können sich über die ein oder andere Sonderausstattung an ihrem neuen Arbeitsgerät freuen. So gibt es im Gegensatz zum Vorgänger etwa einen elektrischen Kanaldeckelheber – „ein kleiner Kran“, erklärt Hellmann. Bisher hätten die Deckel noch per Hand geöffnet werden müssen, je nach Wetter und Verschmutzung keine einfache Aufgabe. Und im Notfall könne mit der Vorrichtung auch ein Mitarbeiter aus dem Kanal geborgen werden, so Hellmann. Hinzu käme eine umfangreiche Sicherheitsausstattung. Zum Beispiel eine bessere Ausleuchtung des Arbeitsraums, was nicht zuletzt bei nächtlichen Havarieeinsätzen wichtig sei. Oder eine Kamera, mit der sich der Rückraum des Fahrzeugs vom Führerhaus aus überwachen lässt.

Das Saug- und Spülfahrzeug hat laut Hellmann drei große Einsatzbereiche: Reinigung und Wartung des Schmutzwasserkanalnetzes, an dem rund 8100 Hausanschlüsse hängen, die Unterhaltung von insgesamt 113 Pumpwerken und Hebestellen sowie die Entleerung von etwa 250 privaten Sammelgruben und Kleinkläranlagen.

Das alte Fahrzeug will der Wasserverband nun weiterverkaufen, erwartet einen Erlös von circa 25 000 Euro. Ähnlich soll im Laufe des Jahres auch mit einem zweiten Fahrzeug verfahren werden. Das ist Baujahr 2003 und etwas kleiner.

Von Karsten Tenbrink

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