Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Gardelegen / 13 Alarmierungen im Mai

102 Einsätze, 52 Aktive

Stefanie Kern ist seit 20 Jahren Mitglied bei der Gardelegener Feuerwehr. Glückwünsche gab es von Bürgermeister Konrad Fuchs und Kreisbrandmeister Torsten Schoof (hinten). Foto: Schmidt

Gardelegen. Er klang fast ein wenig traurig. Denn die Gardelegener Feuerwehr rückte im vergangenen Jahr nicht ganz so oft aus wie im Jahr zuvor, also 2011. Damals, zum 128-jährigen Bestehen der Gardelegener Brandschützer, kam man sinnigerweise auf 128 Einsätze.

Im nun vollendeten Jahr waren es „nur“ 102 Einsätze. Es sind damit immer noch die zweitmeisten Alarmierungen im gesamten Altmarkkreis Salzwedel, nach der Salzwedeler Feuerwehr, die aktuell unter einer Brandstiftungsserie stöhnt.

Gardelegens Wehrleiter Wolfgang Hein listete während der Jahreshauptversammlung am Sonnabendnachmittag im Versammlungsraum des Gardelegener Feuerwehr-Gerätehauses auf, dass die Wehr aktuell 95 Mitglieder hat. Davon gehören 52 der aktiven Truppe an, die ein Durchschnittsalter von 32,56 Jahren hat. Zwölf dieser aktiven Einsatzkräfte sind Frauen.

Auch der Nachwuchs ist aktiv. Dort gibt es derzeit 21 Mitglieder in der Jugendfeuerwehr – neun Mädchen und zwölf Jungen. Die Ehren- und Altersabteilung besteht nach Angaben des Wehrleiters aus 22 Mitgliedern.

Was die Einsätze angeht, hielt der Mai die Gardelegener Brandschützer am meisten in Atem: Dort heulte die Sirene 13 Mal. Im November gab es hingegen lediglich vier Alarmierungen. Am häufigsten im Einsatz war Karsten Hintze: In 85 der 102 Fällen war er vor Ort, als die Wehr ausrückte. „Die Einsatzbeteiligung ist nicht mehr ganz so hoch wie in den vergangenen Jahren“, bilanzierte Wolfgang Hein. Was allerdings einen durchaus positiven Hintergrund hat. Denn einige der aktiven Feuerwehrleute stehen nun in Lohn und Brot, teilweise im Schichtdienst. Und wer arbeitet, der kann eben nicht mehr so häufig ausrücken.

Wolfgang Hein erinnerte auch an die Turbulenzen rund um die Generalüberholung der Drehleiter, die in Finnland unter die Lupe genommen werden musste – inclusive längerer Abstinenz und Bereitstellung einer Ersatz-Drehleiter aus Karlsruhe. „Die Kur unseres Hubsteigers wurde dann mal eben verlängert“, nahm es der Wehrleiter mit Humor.

Lobende Worte für die Einsatzbereitschaft gab es von Gardelegens Bürgermeister Konrad Fuchs. Er erinnerte vor allem daran, dass die Einsatzkräfte ehrenamtlich tätig seien. „Mehr kann die Stadt nicht sparen, als dass Ihr das alles ehrenamtlich und in eurer Freizeit macht“, so Fuchs.

Der Bürgermeister lobte auch die Feuerwehr-Fraktion im Gardelegener Stadtrat. Deren fünf Mitglieder – Torsten Mekelberger aus Algenstedt, Torsten Schoof aus Jävenitz, der Miester Wolfgang Witte, Sven Grothe aus Solpke und Sven Rasch aus Siems – hätten „die gesamte Stadt im Blick, das ist sowas von wohltuend“. Generell würde die Fraktion „hervorragende Arbeit“ leisten.

Für dieses Jahr – vorbehaltlich der Zustimmung des Gardelegener Stadtrates – sehe der Haushaltsplan beim Brandschutz Investitionen in Höhe von 865 000 Euro vor, so Fuchs.

Von Stefan Schmidt

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