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Strauchdieb an der Mühlenstraße

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Von: Stefan Schmidt

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Traurige Frau neben Pflanze
Karin Thurmann vor ihrer abgerupften Hortensie. © Stefan Schmidt

Bis vor wenigen Tagen blühte sie prächtig. Doch nun ist die die Hortensie im Vorgarten von Karin Thurmann arg gerupft.

Gardelegen – Es war ein Geschenk ihrer Schüler. Zum Abschluss des Schuljahres. Karin Thurmann, die an der Mühlenstraße in Gardelegen wohnt, arbeitet als Lehrerin. Und pflanzte den Hortensienstrauch, den sie vor den Sommerferien von ihrer Schulklasse überreicht bekam, in ihren Vorgarten. „Er blühte wunderschön“, erzählt sie mit einem traurigen Blick auf das, was von den acht prächtigen weißen Blüten übrig geblieben ist. Nämlich so gut wie nichts.

„Wie ein gerupftes Huhn“

Als Karin Thurmann vor wenigen Tagen mit ihrem Lebensgefährten aus dem Sommerurlaub zurückkehrte, wunderte sie sich. Denn von der Hortensie war kaum noch etwas zu sehen. Bei genauem Hinsehen stellte sie fest: Irgendjemand muss die Blüten abgetrennt haben. „Die Hortensie sieht nun aus wie ein gerupftes Huhn“, ist sie wütend. Einfach in einen fremden Vorgarten zu stampfen, um Pflanzen zu klauen, „das geht doch einfach nicht, das macht man nicht“, empört sich die Naturliebhaberin.

Es gebe sogar Menschen, die Hortensienblüten als Cannabisersatz nutzen. „Da wird dann aber giftige Blausäure freigesetzt“, warnt sie den unbekannten Strauchdieb.

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