Eine gemeinsame Petition

Breitband im Gardelegener Stadtgebiet: Ortsbürgermeister gehen Klinken putzen

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Das Beispiel Jävenitz zeigt: Es gibt nach den jetzigen Fördergeld-Richtlinien noch zahlreiche „Schwarze Flecken“. Dort wird schnelles Internet über Glasfaserkabel nicht gefördert.

Gardelegen – Gemeinsam ist man stärker: Die Ortsbürgermeister aus dem Gardelegener Stadtgebiet haben sich dazu entschieden, gemeinsam eine Petition an das Land zu verfassen, um besseres Internet zu bekommen.

Damit protestieren die Kommunalpolitiker gegen die vom Bund festgelegten „Schwarzen Flecken“. Diese Flecken bedeuten: Dort wird kein modernes Glasfasernetz verlegt, weil dort nach Auffassung des Fördergeldgebers ausreichend Internet vorhanden ist – was viele Verantwortliche vor Ort aber anders sehen. „Wenn es die Zukunft sein soll, dass immer mehr Beschäftigte von Zuhause aus arbeiten“, erläutert Gardelegens Bürgermeisterin Mandy Zepig, „dann geht das in unserem Stadtgebiet oft gar nicht, weil das jetzige Internet schlichtweg nicht schnell genug ist. “.

Die Unterschriftenliste, beschlossen bei der jüngsten Ortsbürgermeisterrunde am Mittwochabend, soll an den Landes-Petitionsausschuss gehen. Und zwar nicht nur mit den Namen der Ortsbürgermeister, sondern auch mit den Unterschriften möglichst vieler weiterer Einwohner. Derzeit, so erläuterte Mandy Zepig, werde der Text für das Schriftstück erarbeitet. Anschließend sollen die Ortsbürgermeister und weitere Ratsmitglieder Klinken putzen gegen, um möglichst viele Unterschriften zusammenzubekommen und somit möglichst großen Druck auf den Fördergeldgeber auszuüben.

VON STEFAN SCHMIDT

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