Mehr als 8.000 Fälle jährlich in der Notaufnahme des Gardelegener Altmark-Klinikums

„Ein kontinuierlicher Anstieg“

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Mehr als 8.000 Fälle gibt es pro Jahr in der Notaufnahme des Gardelegener Altmark-Klinikums. Doch nicht alle Patienten sind auch wirkliche Notfälle. 

Gardelegen. Die Notaufnahme in einem Krankenhaus ist – wie der Name schon sagt – eigentlich nur für medizinische Notfälle gedacht.

Doch seit mehreren Jahren gibt es deutschlandweit den Trend, dass auch solche Patienten in die Notaufnahme gehen, die keine klassischen Notfälle sind. Darauf hat der Leitende Chefarzt des Gardelegener Altmark-Klinikums, Dr. Michael Schoof, erst jüngst hingewiesen (wir berichteten). Auf Anfrage der Altmark-Zeitung hat Ivonne Bolle, Pressesprecherin des Altmark-Klinikums, für den Standort Gardelegen konkrete Zahlen mitgeteilt.

Demnach gingen im Jahr 2017 genau 8.106 Menschen in die Notaufnahme an der Ernst-von-Bergmann-Straße in Gardelegen. Pro Tag sind das im Durchschnitt 22 Fälle. Die Zahl der Patienten in der Notaufnahme sei in den vergangene zwei Jahren „stabil geblieben“, schreibt die Pressesprecherin weiter. 2016 waren es 8.117 Fälle – elf mehr als ein Jahr später. Und auch für dieses Jahr liegt die Zahl in etwa so hoch: Bis zum 25. Juni, also bis kurz vor Jahresmitte, waren es im Gardelegener Altmark-Klinikum genau 3.946 Fälle. „Insgesamt ist allerdings über die Jahre ein kontinuierlicher Anstieg der Inanspruchnahme zu konstatieren“, fasst Ivonne Bolle zusammen.

Die Notaufname ist rund um die Uhr besetzt. Es gibt aber tendenziell Stoßzeiten. Sie liegen laut Klinikum morgens in der Zeit zwischen 9 und 10 Uhr sowie am späten Nachmittag zwischen 16 und 18 Uhr. „Aber auch in den späteren Abend- und Nachtstunden wird die Notaufnahme verstärkt aufgesucht, insbesondere an Feiertagen“, so Ivonne Bolle.

Ob ein Notfall wirklich ein Notfall ist, kann nur der behandelnde Arzt vor Ort feststellen. Bei offensichtlichen Nicht-Notfällen kann es aber zu längeren Wartezeiten kommen, wie Schoof anmerkt. Denn offensichtliche Notfälle haben bei einem Andrang in der Notaufnahme grundsätzlich Vorrang vor mutmaßlichen Bagatellfällen.

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