140 Feuerwehrleute machten beim Fire-Fit in Gardelegen mit

„Pack´ diesen verdammten Parcours“

Feuerwehr-Wettkampf
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Höchstleistung war auf dem Holzmarkt beim Feuerwehr-Wettkampf gefragt
  • Stefan Schmidt
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140 Feuerwehrmänner und -frauen nahmen am Fire-Fit-Wettkampf auf dem Gardelegener Holzmarkt teil.

Gardelegen – Kurz bevor sie sich ihre Montur anzog, munterten sie ihre Teamkameraden auf: „Rock this fucking course“ – „Pack´ diesen verdammten Parcours.“ Mit diesen Worten schickte die polnische Feuerwehr-Delegation Beata Swiderski ins Rennen. Nur wenige Sekunden später ertönte das Startsignal – und die schmächtige junge Frau lief in voller Atemschutzgeräte-Ausrüstung den zwölf Meter hohen Turm, der an diesem Wochenende optischer Blickfang auf dem Gardelegener Holzmarkt war, hinauf. Wieder unten angekommen, musste am Ende ein 80 Kilogramm schwerer Dummy quer über den Holzmarkt gezogen werden. Hinter der Ziellinie wurde erstmal „abgerüstet“, also die schwere Montur ausgezogen. Tiefes Durchatmen. Und dann der Gang zurück auf die Strecke, wo sich ihre Kontrahentin – immer zwei Starter liefen parallel – noch mit der Puppe abmühte. Anfeuerungsrufe und Applaus, als auch sie im Ziel war und nach Luft schnappte.

Aus dem In- und Ausland

Fire Fit heißt jener Feuerwehrwettkampf, den 140 Teilnehmer aus dem In- und Ausland zwei Tage lang auf dem extra dafür abgesperrten Gardelegener Holzmarkt absolvierten. In den Klassen Männer, Frauen und Tandem. Wobei die Voraussetzungen identisch waren: Die 80 Kilogramm schwere Puppe mussten auch die Frauen schleppen.

Der Fire-Fit-Wettbewerb in Gardelegen gehört zur Europa-Tour dieser Serie. Und man kennt sich. „Wir sind wie eine große Familie“, sagt Uwe Schlonsak. Er ist Feuerwehrmann durch und durch, Ortswehrleiter in Wiepke und Vorsitzender des Gardelegener Feuerwehrverbandes. Darüber hinaus macht er beim Wettkampf mit. Zehn Starter aus der Altmark waren dabei. Sie traten gegen Feuerwehrleute – egal ob aus Berufs- oder freiwilliger Feuerwehr – aus ganz Deutschland sowie aus dem Ausland an. Sie kamen aus Slowenien, Polen, Tschechien und England. Genächtigt haben die Akteure in Hotels und Pensionen der Region, „ich glaube, in und um Gardelegen gibt es an diesem Wochenende keine freien Betten mehr“, schätzte Uwe Schlonsak.

Bewunderer der Athleten waren auch zahlreiche Feuerwehrleute aus der Region. Denn ein Fire-Fit-Wettkampf hat wenig mit den üblichen Wettkampfformen wie Löschangriff Nass gemein. Was dasselbe ist: Die Kameradschaft und der Zusammenhalt untereinander. „Das ist es, was die Sache wirklich ausmacht“, schwärmt Uwe Schlonsak.

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