Kita Zwergenland und Krippe Spatzennest feierten in Gardelegen gemeinsam 50-jähriges Bestehen

„Durch fröhliche Kinder gefüllt“

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Vor einem halben Jahrhundert ist die Einrichtung unter dem Namen „Clara Zetkin“ eröffnet worden. Aktuell besuchen 81 Kinder die Kita Zwergenland sowie 58 Jungen und Mädchen die Spatzennest-Krippe.

Gardelegen. Es war auf den Tag genau vor einem halben Jahrhundert, als es ebenfalls winterlich war. Der 22. Januar 1968, so erinnerte Jeanette Friese, die stellvertretende Leiterin der Kita Zwergenland, sei ein kalter und grauer Tag gewesen.

Damals öffnete die Kinderkombination an der OdF-Straße in Gardelegen erstmals ihre Türen. Gestern, genau 50 Jahre später, feierte die Doppel-Einrichtung runden Geburtstag. Und das mit einem tollen Fest, witterungsbedingt in den Räumen der Einrichtung.

Ein gemeinsamer Chor von Zwergenland- und Spatzennestkindern stimmte die Besucher mit fröhlichen Liedern auf das Jubiläum ein.

Kathrin Lemme, die Leiterin der Krippe Spatzennest, erinnerte daran, dass die Doppel-Einrichtung kurz nach der Wende, nämlich im Jahre 1991, städtisch wurde und dass der Name „Clara Zetkin“ fünf Jahre später verschwand, „weil er nicht mehr zeitgemäß war“. Aktuell besuchen 81 Mädchen und Jungen im Alter zwischen drei und sechs Jahren die Kita sowie 58 Kinder im Alter bis drei Jahren die Spatzennest-Krippe.

Jeanette Friese (rechts) vom Zwergenland und Spatzennest-Leiterin Kathrin Lemme begrüßten die Gäste.

Ihre Kollegin Jeanette Friese, die stellvertretende Leiterin der Kita Zwergenland, freute sich vor allem, dass auch etliche ehemalige Mitarbeiterinnen den Weg zur Jubiläumsfeier gefunden hatten. Sie seien „ein Teil der Geschichte dieses Hauses“, betonte sie. Friese hob vor allem auch den Standort der Einrichtung hervor. Dies sei „damals toll überlegt gewesen und für die heutige Zeit immer noch toll.“ Man habe an der OdF-Straße eine weitläufige Außenanlage, dazu die Nähe zum Wall – und sogar der Bürgerpark sei für die Älteren fußläufig erreichbar. Die Einrichtung werde „täglich durch fröhliche Kinder mit Leben erfüllt“ – und so solle es auch bleiben, erhofft sich Kathrin Lemme.

Nach einem Rundgang und dem Blättern in der Chronik, die aus drei Heftern besteht, ging es für die Mädchen und Jungen nach draußen. Dort ließen sie Dutzende bunter Luftballons steigen, versehen mit Adressen und ein paar guten Wünschen. Einige der Luftballone blieben allerdings in den nahen Bäumen hängen. Kathrin Lemme und weitere Erzieher wussten sich aber zu helfen: So ein Besen hat zumindest eine gewisse Reichweite und konnte einige der Ballons „befreien“.

Von Stefan Schmidt

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