Finnische Firma liefert nach Generalüberholung direkt ins Feuerwehr-Gerätehaus nach Gardelegen

Drehleiter kommt am Montag...vielleicht

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Die Drehleiter der Gardelegener Feuerwehr soll am Montag wieder zurückkommen. Das hofft zumindest Ordnungsamtsleiter Heiko Hirsch. Die Generalüberholung ist dann beendet.

Gardelegen. Es ist ein Ende abzusehen. Ein Ende der drehleiterlosen Zeit in Gardelegen. Denn das wohl wertvollste Fahrzeug der Gardelegener Feuerwehr befindet sich seit Frühsommer zur Generalüberholung (wir berichteten).

Laut Vertrag muss diese komplizierte Prozedur, bei der alle beweglichen Teile komplett ausgetauscht werden müssen, bei einer Spezialfirma im finnischen Kaarina, unweit der Hafenstadt Turku, gemacht werden. So war es beim Kauf des Hubrettungssteigers, wie die Drehleiter offiziell bezeichnet wird, vor zehn Jahren vereinbart worden. Eine solche Generalüberholung ist gesetzlich nach einem Jahrzehnt vorgeschrieben und hat nichts mit der ohnehin jährlich stattfindenden Wartung des Fahrzeugs zu tun.

Am Montag nun soll die Drehleiter wieder in Gardelegen ankommen. „Ich hoffe es zumindest“, sagt Gardelegens Ordnungsamtsleiter Heiko Hirsch. Denn zuletzt hatte es mehrere Verzögerungen gegeben. Unter anderem, weil eine andere Firma, die ein Ersatzteil einbauen sollte, ihre Mitarbeiter komplett in den Sommerurlaub geschickt hatte und das entsprechende Gerät nicht liefern konnte.

Nun also soll die Drehleiter kommen. Am Wochenende wird sie in Finnland eingeschifft. Mitarbeiter der Firma sind mit an Bord. 36 Stunden schippert die Drehleiter dann einmal quer über die Ostsee, nach rund 1500 Kilometern legt die Fähre dann in Travemünde an. Von dort aus sind es noch rund 250 Kilometer bis nach Gardelegen. Der ursprüngliche Plan, die Firma stellt das Fahrzeug in Finnland auf die Fähre und in Travemünde fährt es ein Mitglied der Gardelegener Feuerwehr von Bord bis ins Gardelegener Feuerwehr-Gerätehaus, ist gekippt: Die Gardelegener Feuerwehr möchte schon selbst überprüfen, ob alles richtig montiert ist – und zwar im Beisein der Firma.

Seit Juni gibt es Vereinbarungen mit den Feuerwehren in Klötze und Stendal, im Bedarfsfall deren Drehleitern im Stadtgebiet zum Einsatz kommen zu lassen. Anfang August holte die Gardelegener Wehr dann von einer Firma aus Karlsruhe ein Ersatzfahrzeug ab. Das ist aber wieder zurückgebracht worden: Es wurde an eine andere Feuerwehr verkauft und konnte deshalb nicht mehr in Gardelegen stehen.

Von Stefan Schmidt

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