In dieser Woche wird Antrag gestellt

Tierschutzverein Gardelegen hofft auf Betriebserlaubnis für Tierheim

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Das Tierheim in Gardelegen hat seit dem vergangenen September keinen Betreiber mehr. Der hiesige Tierschutzverein will noch in dieser Woche einen Antrag auf Betriebserlaubnis stellen.

Gardelegen. In dieser Woche soll der Antrag für die Betriebserlaubnis des Gardelegener Tierheims beim Altmarkkreis Salzwedel vom Tierschutzverein Gardelegen gestellt werden, wie Vereinsvorsitzende Carmen Koch mitteilt.

Denn der „Knackpunkt“ für die Neubeantragung sei laut Hans Thiele, Dezernatsleiter beim Altmarkkreis, die Benennung von zwei Personen, die „eine erforderliche Sachkunde“ vorweisen können. Und diese zwei Personen können von Carmen Koch nun benannt werden. Die Vereinsvorsitzende soll die Tierheimleitung übernehmen, einen Stellvertreter gebe es auch. Damit sei „die Angabe der Personen geklärt“, so Carmen Koch. Und die Finanzierung des Personals auch, das soll laut der Vorsitzenden von der Pauschale für die Fundtieraufnahme, Katzenkastration sowie Absicherung des Bereitschaftsdienstes bezahlt werden, die nun auf einen Euro pro Einwohner je Jahr erhöht wurde. Dafür stimmten bei der gestrigen Sitzung der städtischen Ausschüsse und des Stadtrates zur vertraglichen Bindung mit dem Tierschutzverein Gardelegen die Ratsmitglieder, zunächst aber nur für ein Jahr.

Doch für die Neubeantragung der Betriebserlaubnis ist neben der Personalangabe auch die Finanzierung, Buchhaltung sowie die Abarbeitung einer vom Altmarkkreis Salzwedel erstellten Liste mit Mängeln und baulichen Veränderungen wichtig. „Die kleinen Sachen sind erledigt“, erklärt dazu Carmen Koch. Größere Baumaßnahmen wie die Quarantänestation und die Krankenstation müssen noch gemacht werden. Aber damit kann erst begonnen werden, wenn der Beantragung von Fördergeld beim Land Sachsen-Anhalt bis zum 30. Juni zugestimmt wurde. Laut Carmen Koch ist diese Zusage aber auch von der dafür benötigten Betriebserlaubnis abhängig. Ohne diese gebe es keine Fördermittel. „Wir haben den Mut, Willen und Wunsch, aber es hängt alles am Geld“, betont die Vereinsvorsitzende.

Und wenn Geld da ist, soll auch eine Warmhaltung der im Tierheim lebenden Hunde bei Nacht und im Winter ermöglicht werden. Dazu sollen Container aufgestellt werden, die wiederum die bisherigen Zwinger ersetzen, wodurch die Hunde mehr Auslauf haben. Ebenso ist ein Parcours für die Vierbeiner geplant, „damit sich die Hunde austoben können“, erklärt Carmen Koch.

Von Ina Tschakyrow

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