Miester Sauna: Stadt will vor allem von Betriebskosten runter

„In dieser Sache ist vieles denkbar“

Die Stadt Gardelegen betreibt nicht nur die Sauna in Mieste, sondern auch drei Fremdenzimmer. All dies hält Bürgermeister Konrad Fuchs jedoch „nicht für die originäre Aufgabe einer Kommune“.

Mieste. Erste Gespräche habe es gegeben. Doch eine Annäherung ist derzeit nicht in Sicht.

Konrad Fuchs, Gardelegens Bürgermeister, traf sich kürzlich mit dem Miester Freibad-Förderverein, um über die Zukunft der von der Kommune betriebenen Sauna und den angeschlossenen Fremdenzimmern zu sprechen Dabei habe er, so Fuchs, klargestellt: „Ich habe einen eindeutigen Auftrag des Stadtrates. “ Der besage: Entweder wird die Sauna privatisiert – oder sie wird geschlossen, inklusive der Rückzahlung von Fördergeld (Fuchs: „Etwa 70 000 Euro plus Zinsen“). Eine weitere Betreibung durch die Stadt schließt der Bürgermeister hingegen aus, „denn die Unterhaltung einer Sauna und von Fremdenzimmern ist nun mal nicht die originäre Aufgabe einer Kommune“. Das sehen in Mieste zwar nicht alle so (siehe Leserbrief rechts). Aber Fuchs will vor allem die Betriebskosten abstoßen.

Ihm schwebt die Privatisierung vor. Denn der Komplex sei durchaus reizvoll. „Es gibt die Sauna, dazu die Fremdenzimmer, dann Caravan-Stellplätze – da müste es doch jemanden geben, der das privat betreiben will“, hofft er auf Interessenten.

Am Preis solle es nicht scheitern. „In dieser Sache ist vieles denkbar“, betont Fuchs. Soll heißen: So lange jemand die Betriebskosten übernimmt, habe man bei der Miete Spielraum. Zumal bei einer Weiterbetreibung möglicherweise kein oder zumindest weniger Fördergeld zurückgezahlt werden müsste. „Auch eine Staffelmiete wäre denkbar.“ Also erst eine relativ geringe Summe, die, sollte die Sauna gut frequentiert werden, später angehoben werden könnte.

Von Stefan Schmidt

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