Neubau an Bismarker Straße bei Gardelegen geplant

Windräder sollen 100 Meter höher werden

Windräder
+
Die Windräder an der Bismarker Straße sind 20 Jahre alt.
  • Stefan Schmidt
    VonStefan Schmidt
    schließen

Die Windräder an der Bismarker Straße bei Gardelegen sind mittlerweile 20 Jahre alt.

Gardelegen – Wohl jeder Autofahrer aus der Region ist schon mal an ihnen vorbeigefahren: Die Windräder an der Bismarker Straße nördlich von Gardelegen, zwischen Industriegebiet und der Deponie, stehen seit nunmehr 20 Jahren. In den Jahren 2000 und 2001, so berichtete Simeon Ziegeler von der im niedersächsischen Cuxhaven ansässigen Firma PNE („Pure New Energy“) am Montagabend während der Zusammenkunft der Mitglieder des Gardelegener Bauausschusses, seien sie geplant und errichtet worden. Der Projektentwickler Repowering erläuterte in den Räumen der Gardelegener Bibliothek die Pläne seiner Firma, die Windräder westlich der Bismarker Straße abzubauen und stattdessen vier neue Windkraftanlagen zu errichten. Diese Windräder sind wesentlich leistungsstärker als die bisherigen. „Irgendwann geben die alten Anlagen den Geist auf“, schilderte Ziegeler.

169 statt 69 Meter hoch

Die neuen Windräder sollen 100 Meter höher in den Himmel ragen als die bisherigen Anlagen. Soll heißen: Die Gondelhöhe läge bei 169 statt bisher 69 Metern. Der höchste Punkt eines jeden neuen Windrades läge dann bei 250 Meter. Sie stehen bislang auf dem Grund und Boden der Stiftung „Großer Gotteskasten“ der Gardelegener Kirchengemeinde. Baubeginn könnte in zwei Jahren sein, wenn die Anlage denn genehmigt wird.

Solche Windkraftanlagen, so berichtete Ziegeler weiter, seien für einen Zeitraum von rund 20 Jahren ausgelegt, eine Erneuerung ist also kein ungewöhnlicher Vorgang –wie auch schon an zahlreichen anderen Standorten geschehen. Und: Die Vergütung über das EEG (Erneuerbare Energien-Gesetz) sei auf eben diese 20 Jahre ausgelegt. Die herkömmlichen Windräder rechnen sich dann also nicht mehr.

Auch auf der gegenüberliegenden Straßenseite, also östlich der Bismarker Straße, soll zumindest ein Windrad erneuert werden. Das erläuterte die Mitarbeiterin einer weiteren Firma, nämlich ENO Energy aus Rostock, ebenfalls im Bauausschuss. Es entsteht ein nahezu baugleiches Modell.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare