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Bisher gibt es acht Papierkorb-Paten

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Von: Stefan Schmidt

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Papierkorb
Die Zahl der Papierkörbe soll reduziert werden. © Stefan Schmidt

In den Dörfern des Gardelegener Stadtgebiets gibt es künftig nur dann Papierkörbe, wenn sich auch Paten finden.

Gardelegen – Die Aktion der Gardelegener Stadtverwaltung, in den Dörfern Papierkorb-Paten zu finden, hat bisher acht Freiwillige dazu gebracht, mit der Stadt einen Vertrag abzuschließen. Das berichtet die für Grünpflege zuständige Mitarbeiterin Dagmar Bauer. Bisher gibt es acht solcher Papierkorb-Paten. Sie sind in Mieste, Miesterhorst, Jävenitz und Parleib beheimatet und leeren regelmäßig die kommunalen Abfallbehälter in ihren Dörfern aus. Den Müll entsorgen sie über den eigenen Hausmüll bzw. den Gelben Sack, also auf eigene Kosten. Als Anerkennung, so berichtet Bürgermeisterin Mandy Schumacher, gebe es kleine Aufmerksamkeiten wie eine Freikarte fürs Schwimmbad oder die Einladung zu einem Dankeschön-Kaffeetrinken. Geld gebe es für diese Tätigkeit nicht, „denn es handelt sich um eine ehrenamtliche Aufgabe“, so Dagmar Bauer. Finden sich keine Papierkorb-Paten – wie bis jetzt in Dannefeld – dann würden dort auch keine Papierkörbe aufgestellt, ergänzt Mandy Schumacher.

Wer Papierkorb-Pate wird, der schließt sogar einen offiziellen Vertrag mit der Stadt ab. Darin enthalten ist auch eine Haftpflicht-Versicherung, sollte die Person keine eigene Haftpflicht-Versicherung haben. Sie tritt beispielsweise dann in Kraft, wenn sich der Pate beim Leeren des Papierkorbs an einem spitzen Gegenstand verletzt. Bisher, so Dagmar Bauer, sei dieser Fall aber noch nie aufgetreten.

In Gardelegen selbst, wo sich die meisten Papierkörbe befinden, werden sie von einer Fremdfirma oder den Aufsammlern des Suchthilfevereins Adrome geleert.

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