Miester Schülerdetektive auf Spurensuche

„Die Sache ist ernst“ in der Bibliothek

Nach der Diebesgutbesichtigung und vor der detektivischen Spurensuche gab es für die Viertklässler einen Rundgang durch die Bibliothek, damit sie schon mal einen kleinen Überblick bekamen, wo, was zu finden ist.
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Nach der Diebesgutbesichtigung und vor der detektivischen Spurensuche gab es für die Viertklässler einen Rundgang durch die Bibliothek, damit sie schon mal einen kleinen Überblick bekamen, wo, was zu finden ist.

Gardelegen / Mieste. Das Projekt „Medien“ führte gestern die Viertklässler der Miester Grundschule in die Gardelegener Bibliothek, um diese kennenzulernen. Die Klasse 4 b mit Klassenlehrerin Petra Schulze machte den Anfang. Die Klasse 4 a folgte etwas später.

Doch was war das? Mitarbeiterin Romy Topf stand ganz aufgeregt vor den Mädchen und Jungen und berichtete, dass in der Bibliothek eingebrochen worden sei. Als Beweis zeigte sie zwei Fotos von einem eingeschlagenen Fenster sowie ein Phantombild, das nach Angaben der Putzfrau entstanden war. Denn die hatte den Dieb überrascht, sodass dieser seinen Rucksack mit der Beute zurücklassen musste. „Die Sache ist ernst“, erklärte Romy Topf, nachdem sie auch noch im Beisein der Schüler von der Polizei auf ihrem Handy angerufen worden war. Es erklang die Titelmelodie vom „Tatort“. Natürlich erklärten sich die Mädchen und Jungen sogleich bereit, bei der Suche nach dem Täter, der zahlreiche Spuren in der Bibliothek hinterlassen hatte, mitzuhelfen. Zunächst aber packten sie gemeinsam den Rucksack aus und erfuhren so ganz nebenbei, welche Medien es unter anderem in der Bibliothek gibt – und zwar „für lau“, wenn man angemeldet ist – und wie Bücher, DVDs, CDs, Hörbücher und Spiele für die entsprechenden Altersgruppen und Genre farblich verschieden gekennzeichnet sind. Das wurde bei einem Rundgang noch einmal vertieft.

Dann verwandelten sich die Viertklässler gruppenweise in „Die drei ???“, „Detektiv Conan“, „Sherlock Holmes“ und „James Bond“ und gingen anhand eines Aufgabenzettels mit detektivischem Spürsinn auf Spurensuche, die sie kreuz und quer durch die Bibliothek führte. Es mussten beispielsweise Buchstabencodes geknackt, detektivische Begriffe nachgeschlagen, im Web-Opac nach Autoren gesucht und DVDs nach Buchvorlagen gefunden werden. Alle waren mit Feuereifer dabei, denn schließlich waren die Ergebnisse für die Polizei bestimmt. Und so ganz nebenbei lernten sie die Bibliothek kennen.

Von Elke Weisbach

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