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Planungen für neue B 188-Trasse zwischen Mieste und Miesterhorst laufen

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Von: Stefan Schmidt

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Straße mit Auto
Die Umgehung soll an der Miester ICE-Brücke beginnen. © Stefan Schmidt

Im Jahr 2024 könnten bei Mieste die ersten Bagger anrollen.

Mieste / Miesterhorst – Die Pläne zum Bau der Umgehungsstraße an der Bundesstraße 188 zwischen Mieste und Miesterhorst laufen planmäßig weiter. Das sagt Meike Portius, Regionalbereichsleiterin der Landesstraßenbaubehörde, Regionalbereich Nord in Stendal. In den Zuständigkeitsbereich ihrer Behörde fällt die neue B 188, die zwischen Mieste und Miesterhorst nördlich der ICE-Trasse und parallel zu den Gleisen verlaufen soll. Aus Richtung Gardelegen kommend beginnt die neue Umgehung vor der Miester ICE-Brücke, gegenüber der Firma Bechem, und biegt dort rechts in Richtung Miesterhorst ab. Die Trasse endet dann an der ICE-Brücke nördlich von Miesterhorst und kommt dort auf die alte B 188 zurück, die dann weiter über Taterberg bis in Richtung Oebisfelde führt.

Wie Meike Portius auf Anfrage der Altmark-Zeitung weiter erklärt, laufen derzeit die vorbereitenden Arbeiten für die Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen im Zuge des Straßenneubaus. Nach jetzigem Stand soll im kommenden Jahr ausgeschrieben werden, so dass „wir mit einem Baubeginn für das Jahr 2024 rechnen“, die ersten Bagger also schon in zwei Jahren anrollen könnten.

Für Autofahrer würde die neue B 188-Trasse bedeuten, dass man nicht mehr durch Lenz und Miesterhorst fahren müsste. Wer nach dem Neubau auf der B 188 von Gardelegen bis zur niedersächsischen Landesgrenze fahren will, der passiert mit Solpke nur noch eine Ortsdurchfahrt und „touchiert“ das kleine Taterberg. Die übrigen Dörfer hätten dann jeweils eine Umgehungsstraße – auch auf niedersächsischer Seite, bis es dann hinein nach Vorsfelde geht.

Ein Problem gibt es noch: Die Stadt Gardelegen klagt gegen die vom Land geplante Herabstufung der bisherigen Bundesstraße 188 zwischen Mieste und Miesterhorst nach Eröffnung der neuen Trasse. Die Kommune wäre dann für die Unterhaltung des mehr als fünf Kilometer langen Abschnitts zuständig, mitsamt aller anfallenden Kosten. Und auch die beiden Brückenbauwerke über die ICE-Strecke würden dann vom Land auf die Kommune übertragen.

Dieser noch laufende Rechtsstreit, so betont Meike Portius, würde aber zu keinen zeitlichen Verzögerungen bei Planung und Bau der neuen B 188-Trasse führen.

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