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Gardelegen: Planansatz Null bei OdF-Straße

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Von: Stefan Schmidt

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Fahrbahn mit Auto
Die OdF-Straße ist sanierungsbedürftig © Stefan Schmidt

Die Sanierung der OdF-Straße soll als Gemeinschaftsmaßnahme gemacht werden.

Gardelegen – Grundsätzlich gilt: Verlegt der Gardelegener Wasserverband in seinem Verbreitungsgebiet neue Leitungen, dann tut er dies idealerweise parallel mit Straßenbauarbeiten. Also in Absprache mit dem jeweiligen Straßenbaulastträger, meist der Kommune. Damit nicht doppelt gebuddelt werden muss.

Investiert die Kommune aber nicht und es herrscht trotzdem dringender Handlungsbedarf für den Wasserverband, dann reißt er die Fahrbahndecke notfalls auch im Alleingang auf – wie das seit Juli im Lindenweg und dem Platz der Freiheit in Gardelegen der Fall ist.

Neue Leitungen müssten auch in der Straße der Opfer des Faschismus (OdF-Straße) in Gardelegen verlegt werden. Das erläuterte der Technische Leiter des Gardelegener Wasserverbandes, Karsten Scholz während der jüngst stattgefundenen Zusammenkunft des Wasserverbandes. Allerdings: Die Stadt Gardelegen, die die holprige Fahrbahn sanieren will, investiert im kommenden Jahr nur dann, wenn auch Fördergeld fließt.

Deshalb hat Karsten Scholz im Investitionsplan für 2022 die OdF-Straße mit einem „Planansatz 0“ versehen. Das bedeutet: Investiert die Stadt nicht, dann wird auch der Wasserverband keine neuen Leitungen verlegen. Dies würde die Schmutzwasserleitungen betreffen. Dafür – inklusive der Verlegung neuer Hausanschlüsse – sind eigentlich 800.000 Euro vorgesehen.

Dieses Geld soll – quasi als „Plan B“ – stattdessen auf mehrere Maßnahmen verteilt werden. Dazu gehört dann auch die Sanierung des Schmutzwasser-Hauptkanals in der OdF-Straße. Aber eben nicht die Komplett-Erneuerung.

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