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Diskussion im Gardelegener Bauausschuss: Kehrmaschine auch in den Dörfern?

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Von: Stefan Schmidt

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Kehrmaschine
Die Kehrmaschine könnte auch bald in einigen Dörfern zum Einsatz kommen. © Schmidt

Fährt die Kehrmaschine bald auch in einigen Dörfern?

Gardelegen – Wird die Kehrmaschine, die die Gossen entlang etlicher Straßen in der Gardelegener Kernstadt säubert, bald auch in den Dörfern unterwegs sein? Darum geht es unter anderem bei der Neufassung der Straßenreinigungssatzung, die die Mitglieder des stätischen Bauausschusses während ihrer Sitzung am Montagabend im Gardelegener Rathaussaal vor sich liegen hatten.

Dezernatsleiter Andreas Hensel erläuterte den Vorschlag der Stadtverwaltung, auch entlang der beiden Bundesstraßen und der sechs Landesstraßen die Kehrmaschine in den jeweiligen Ortsdurchfahrten zum Einsatz kommen zu lassen. „Aus Sicherheitsgründen“ wegen des hohen Verkehrsaufkommens. Doch nicht überall wäre die Kehrmaschine, die anteilig von den Anliegern bezahlt werden müsste, willkommen. So erinnerte Kloster Neuendorfs Ortsbürgermeister Andreas Höppner daran, das es auf Initiative des Ortschaftsrates in seinem Ort bereits eine Umfrage gegeben habe. Mit dem Ergebnis, dass 84 Prozent der Betroffenen, deren Grundstücke direkt an der B 188 liegen, auch künftig lieber selbst reinigen und damit Kosten sparen wollen.

Wie Bürgermeisterin Mandy Schumacher verdeutlichte, würde man das Votum der jeweiligen Ortschaftsräte berücksichtigen. Soll heißen: Wo keine Kehrmaschine gewollt sei, werde sie auch nicht zum Einsatz kommen. Auf die Satzung bezogen, hieße dies: „Was raus soll, kommt raus.“

Laut Stadtverwaltungs-Vorschlag würde die Kehrmaschine an folgenden Ortsdurchfahrten zum Einsatz kommen: Entlang der B 71 (Wiepke, Estedt, Berge, Ackendorf und Letzlingen), entlang der B 188 (Miesterhorst, Solpke, Kloster Neuendorf, Jävenitz und Hottendorf), entlang der L 12 (Wiepke in Richtung Kalbe), entlang der L 19 (Zichtau), entlang der L 20 (Dannefeld sowie Miesterhorst in Richtung Rätzlingen) entlang der L 25 (Weteritz, Jerchel, Jeseritz), entlang der L 26 (Jeggau, Eigenthum, Breitenfeld), entlang der L 27 (Hemstedt, Algenstedt) sowie entlang der L 28 (Jävenitz in Richtung Jäskau sowie Lindstedt).

Das letzte Wort hat der Gardelegener Stadtrat am Montag, 21. März.

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