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Schumacher-Hochburg: Estedt

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Von: Stefan Schmidt

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Wahlauszählung
Die Wahlbeteiligung lag bei 42,88 Prozent © Stefan Schmidt

Mandy Schumacher bleibt Gardelegens Bürgermeisterin.

Gardelegen – Um 19.22 Uhr stand es fest: Mit der Meldung des 40. und damit letzten Wahllokals im Gardelegener Stadtgebiet war Mandy Schumacher, die amtierende Bürgermeisterin, wiedergewählt. Die 46-Jährige erhielt am Sonntagabend 84,94 Prozent der abgegebenen Stimmen und setzte sich damit gegen ihren einzigen Herausforderer, AfD-Kandidat Simon Lansmann, durch.

Mandy Schumacher konnte alle 40 Wahlbezirke – inklusive der zwei Briefwahllokale – auf sich vereinigen. Die prozentual größte Zustimmung erhielt die SPD-Frau in Estedt, wo 95,04 Prozent der Wählerinnen und Wähler das Kreuz bei ihr machten. Das bedeutet: Von 141 Frauen und Männer, die zur Wahl gegangen waren, haben 134 ihr Kreuz bei Mandy Schumacher gemacht und nur sieben bei Simon Lansmann. Auf Platz zwei der Schumacher-Hochburgen kam Miesterhorst mit einer Zustimmung von 94,23 Prozent, gefolgt von Lindstedt (93,94 Prozent).

Die geringste Zustimmung erhielt die Sozialdemokratin in Breitenfeld, einer traditionellen CDU-Hochburg. Dort vereinte der AfD-Mann fast ein Drittel aller Stimmen auf sich, nämlich 32,08 Prozent. Eine Lansmann-Hochburg war auch Wannefeld, wo 28,26 Prozent aller Wähler, die am Sonntag ins Wahllokal gingen, ihr Kreuz beim AfD-Kandidaten machten. Die drittwenigste Zustimmung bekam die amtierende Bürgermeisterin in Köckte, wo 25,23 Prozent den AfD-Bewerber unterstützten.

Die Wahlbeteiligung lag im Stadtgebiet bei 42,88 Prozent. Beide Bewerber fanden dies unabhängig voneinander „enttäuschend“ – was aber nicht an den Einwohnern von Seethen lag. Dort liegt die Wahlbeteiligung traditionell sehr hoch. Und auch am Sonntag gingen 63,56 Prozent der Erwachsenen ins Dorfgemeinschaftshaus und gaben ihre Stimme ab: So viel wie in keinem anderen Wahllokal. Auf Platz zwei der Wahlbeteiligung lag Schenkenhorst mit 57,14 Prozent, gefolgt von Hottendorf mit 56,44 Prozent – Mandy Schumacher wuchs als Mandy Pagels in Hottendorf auf.

Die meisten Wahlmuffel gab es im Bereich des Hortes der Otto-Reutter-Grundschule, also im „Würfel“ an der OdF-Straße in Gardelegen. Dort dürfen aber auch polnische Mitbürger, die in Gardelegen arbeiten, wählen gehen. Was sie möglicherweise nur in überschaubarer Zahl auch wirklich getan haben.

Die zweitwenigsten Wähler gab es in Sichau (23,44 Prozent), gefolgt von Mieste mit 25,05 Prozent.

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