Arbeiten an historischer Decke sind abgeschlossen

Gardelegener Nikolaikirche: Kaufmannsfamilien sind verewigt

Vier Personen in Kirche
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Die Arbeiten an der Nikolaikirchen-Decke sind beendet.
  • Stefan Schmidt
    VonStefan Schmidt
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Ein Jahr haben die Restaurierungsarbeiten an der Decke in der Nikolaikirche gedauert.

Gardelegen – Das, was da in zwölfeinhalb Metern Höhe zu sehen ist, geht wohl bis ins 17. Jahrhundert zurück. Das erklärte Restaurator Mathis Schubert am Donnerstag Andreas Störmer von der Sparkasse Altmark-West. Denn die Ostdeutsche Spartkassenstiftung hat die Restaurierung der Decke in der Gardelegener Nikolaikirche mitfinanziert. Ausgegeben wurde ein mittlerer fünfstelliger Betrag, um die Konstruktion wieder in altem – und damit auch in neuem – Glanz erstrahlen zu lassen.

Vor fast genau einem Jahr hatte die Ostdeutsche Sparkassenstiftung, die sich vor allem aus den Erträgen des Gewinnsparens finanziert, das Fördergeld bewilligt. Beantragt hatte dies der Verein für Kultur- und Denkmalpflege, dessen Vorsitzende Anette Bernstein angetan von der nun restaurierten Holzdecke, die eine Fläche von 100 Quadratmetern umfasst, ist. Die Nikolaikirche, so erklärte Andreas Störmer, sei als Kulturkirche „von überregionaler Bedeutung“, deshalb sei das Geld dort auch sehr gut angelegt.

In einer schwindelerregenden Höhe von zwölfeinhalb Metern hatten Mathis Schubert und sein Kollege Kai Fronk die Holzdecke in ihrer originalen Farbigkeit wiederhergestellt. Auch die Spuren des über die Jahre erfolgten Wassereintritts sind nun beseitigt.

An der Decke zu sehen sind die Wappen mehrerer Kaufmannsfamilien aus Gardelegen, die Gutes für die Stadt getan hatten. Zusammengestellt hatte diese Übersicht einst Pfarrer Friedrich Franz, der viele Jahre lang in Gardelegen wirkte. Diese Familienwappen sind nun deutlicher zu erkennen als vorher.

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