„CKC Ole!“ – Calvörder Karnevalsclub ließ den Potzehner Saal erbeben

Dicke Luft und kein Verkehr

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Erst ein Foto, dann hüpften die grünen Froschkönige aus Potzehne mit ihrer Prinzessin und anderen kostümierten Freunden in den Saal.

awe Potzehne. Sie zogen die Blicke auf sich, als sie alle gemeinsam den Saal betraten. Einige Potzehner kamen nämlich mit Freunden als große grüne Frösche am Sonnabend in den Saal gehüpft. In ihrer Mitte ihre Froschkönigin.

Doch auch viele andere hatten sich in tolle Kostüme gehüllt. Im Potzehner Saal wimmelte es von Marienkäfern, Sträflingen und auch von Zwergen, die mit ihrem Schneewittchen kamen. Und das hatte einen guten Grund. Denn am Abend regierten dort wieder Präsidentin Frauke Ueckert mit ihrem Elferrat sowie das Narrenvolk des Calvörder Karnevalsclubs (CKC).

Unter dem Motto „Zwischen Ohre und Kanal feiert Calvörde Karneval“ eröffnete das Damenballett mit Tanzmariechen Daniela Uhe den närrischen Abend. Die Band „Rat Pack“, zu der am Sonnabend wegen vorübergehendem Mitgliederschwund ein „Rat Päckchen“ wurde, stimmte gleich am Anfang das Publikum ein. Michael Wolff und Gerd Meckelburg luden nämlich mit alten Stimmungsliedern zu einer Schunkelrunde ein. Die Zeit nutzte Präsidentin Frauke Ueckert, um sich in Schale zu werfen. Als Roswitha, die unter der Kanalbrücke 461 lebt, stellte sie sich vor. Direkt aus der Entzugsklinik kam sie in den Potzehner Saal. Das Trinken hatte sie allerdings nicht verlernt. Mit den Schnapspullen zog sie durchs Publikum und ließ ihren „guten Stoff“ verkosten. Als Lieselotte, die „notorische Zuspätkommerin“, kam Büttenrednerin Katharina Lemm in den Saal und berichtete von ihrem Leben. Die Lehrer in der Schule hatte sie nie gesehen. Denn Lieselotte kam grundsätzlich eine Viertelstunde zu spät. Auch die eigene Hochzeit verpasste sie nur knapp zwei Monate.

Seinen Auftritt beim CKC verpasst er seit Jahrzehnten nicht. „Beinhart“ zeigte sich der 81-jährige Alois Ackermann mit seinen Kollegen des Männerballetts. Für Stimmung sorgten auch Ottmar und die Ohresingers. Mit ihrer Fußballhymne waren sie bei den Potzehnern genau richtig. Schließlich jage doch das halbe Dorf dem Ball regelmäßig hinterher. Für Lacher sorgten auch Herr und Frau Schlappkohl (Heidi Lemke und Burkhard Schulze), die ihr Sexleben in der Bütt ausdiskutierten. „Wir haben nur noch Smog im Schlafzimmer – dicke Luft und kein Verkehr“, stellte sie bestürzt, aber unter tosendem Beifall des Publikums, fest. Nachdem Potzehnes Ortswehrleiter Stephan Fehse als wunderschönes Schneewittchen und Reinhold Schulze als spendabler Mann einen CKC-Orden bekamen, tanzten das Damen- und Männerballett zum Abschluss des närrischen Programms noch gemeinsam zu einem poppigen Medley. Auch wenn sich die Zahl der Zuschauer, wie Frauke Ueckert gleich am Anfang der Sitzung des CKC bemerkte, im Gegensatz zu den vergangenen Jahren minimiert hatte, tat es der Stimmung keinen Abbruch. Bis tief in die Nacht hinein wurde im Potzehner Saal „CKC ole!“ gerufen.

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