„Herz unter Stress“: Altmark-Klinikum richtet Herztag im Gardelegener Schützenhaus aus

Diabetes – keine süße Erkrankung

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Gerda Draffehn aus Gardelegen (links) maß mit einem Körperfettmessgerät ihren Körperfettanteil. Dafür gab sie Gewicht, Alter, Geschlecht und Größe an und hielt das Gerät mit beiden Daumen fest.

Gardelegen. In Deutschland gibt es 20 Millionen Bluthochdruck-Patienten und rund vier Millionen Menschen, die nicht wissen, dass sie daran erkrankt sind.

„Bluthochdruck gilt als stiller Killer. Wird er nicht erkannt oder nicht zielgerecht behandelt, kann das zu Schäden am Herzen und weiteren Organen führen“, sagte Dr. Michael Schoof, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin am Krankenhaus Gardelegen.

Am stand der AOK konnten sich die Gäste Rezepte und Infos rund um das Thema gesunde Ernährung holen.

In Zusammenarbeit mit der Deutschen Herzstiftung haben der Chefarzt und seine Kollegen ein Programm auf die Beine gestellt, zu dem sie alle interessierten Gäste am Sonnabendvormittag ins Gardelegener Schützenhaus eingeladen haben. Jedes Jahr seit 1990 findet im November der Herztag statt. Dieses Jahr unter dem Motto „Herz unter Stress“.

 Beim Glücksrad der Rosen-Apotheke konnten die Besucher kleine Geschenke gewinnen. Doris Voit (rechts) versuchte ihr Glück.

Im Rahmen der Veranstaltung referierte Oberarzt Dr. Robertus Schobre aus dem Altmark-Klinikum Gardelegen zum Thema „Bluthochdruck – man sieht ihn nicht, man spürt ihn nicht“. Chefarzt Michael Schoof, der auch Diabetologe ist, hielt einen Vortrag zum Thema „Diabetes mellitus – alles andere als eine süße Erkrankung.“ Der Chefarzt versuchte, dem Publikum zu erklären, dass eine unerkannte Diabeteserkrankung über Jahre zu einem Herzinfarkt führen kann. Das kommt dadurch Zustande, weil die hohen Blutzuckerwerte auf Dauer die Blutgefäße im Organismus zerstören. Das betrifft sowohl die kleinen Gefäße als auch die großen Gefäße. Es bildet sich Plaques in den Gefäßen, der sich dort anlagert. Dadurch wird einerseits Arteriosklerose begünstigt, andererseits werden die Gefäßwände weniger elastisch, weil das Blut klebrig ist und es, verklumpen die Blutplättchen. Dadurch wächst die Gefahr von Gerinnseln, die ein Gefäß verschließen können. Die Folge sind Schlaganfall oder Herzinfarkt. Eine gesunde Lebensweise und Sport können helfen den Diabetes unter Kontrolle zu halten.

Neben verschiedenen Beispielen des Chefarztes, was unter einem gesunden Lebensstil zu verstehen ist, hatten die Besucher die Möglichkeit, sich am Stand der AOK und des Paritätischen viele Informationen, Tipps und Rezepte rund um das Thema gesunde Ernährung zu holen. Wer von den Besuchern sich seinen Blutzucker, sein Körperfett oder seine Venen messen lassen wollte, der konnte dies am Stand des Rosen-Gesundheits-Centers tun.

Das rege Interesse der Besucher freute Chefarzt Michael Schoof. Allerdings würde er sich wünschen, wenn mehr junge Leute die Veranstaltung besuchen. Denn je mehr sie über Diabetes, Bluthochdruck und Co. wissen, desto eher können sie sich davor schützen.

Von Marilena Berlan

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