Landrat Michael Ziche warb im Gardelegener Stadtrat für Beitritt zum „Zweckverband Breitband“

„Deutschland schaut auf uns“

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Landrat Michael Ziche warb im Gardelegener Stadtrat intensiv um den Beitritt der Stadt Gardelegen zum „Zweckverband Breitband Altmark“. Am Ende stimmte die große Mehrheit für eine Verbandszugehörigkeit.

Gardelegen. „Das war mal ´n Statement. . . “ Kai-Michael Neubüser, Gardelegens Stadtratsvorsitzender, war sichtlich beeindruckt über das, was da zuvor Michael Ziche von sich gab.

Der Landrat war während der jüngsten Gardelegener Stadtratssitzung Gast im Rathaussaal, bekam auch Rederecht. Und zwar beim Punkt „Beitritt der Hansestadt Gardelegen zum Zweckverband Breitband Altmark“.

Dieser kommunale Zweckverband soll vor allem als Sprachrohr der Altmark dienen, die Region flächendeckend mit Breitbandverbindungen zu versorgen. Dies ist nicht überall der Fall. Ziche warb während seiner Rede eindringlich für den Beitritt der Stadt Gardelegen zu diesem Zweckverband. Denn nur wenn man geschlossen auftrete, könne man auch etwas erreichen, betonte Michael Ziche.

Dies sei in der Vergangenheit oft nicht nicht der Fall gewesen. Da habe man oft keine Einigkeit erkennen können. Mit der Gründung des Zweckverbandes – die Gründungsversammlung soll am 9. Oktober stattfinden – wolle man dies nun ändern. „Deutschland schaut auf uns“, erklärte Ziche fast pathetisch zu diesem neu einzuschlagenden Weg. Dieser Zweckverband sei „eine Solidargemeinschaft“, so der Landrat während der Gardelegener Stadtratssitzung. Die derzeitige Glasfaser-Anschlussquote liege in der Altmark bei 40 bis 60 Prozent. Und: „Zwei Drittel der Glasfaser-Infrastuktur liegt bereits“, betonte Ziche. Dies seien bessere Voraussetzungen als beispielsweise in vergleichbaren westlichen Regionen, weil hierzulande nach der Wende mehr investiert worden sei. Ziche: „Unser Ziel muss es ein, Glasfaser bis in die Wohnungen zu bringen.“ Dass ein solcher Zweckverband gegründet werden soll, das haben die beiden altmärkischen Kreistage beschlossen. In Salzwedel passierte dies bereits am 31. Mai, in Stendal kurz danach, am 25. Juni.

Kritisch äußerte sich der Linken-Fraktionschef Ralf Linow. Die vorliegenden Daten stammen aus dem Jahr 2010, monierte er. Diese Zahlen seien mittlerweile veraltet.

Die Mitglieder des Gardelegener Stadtrates stimmten am Montagabend mit großer Mehrheit für den Beitritt Gardelegens zu diesem Zweckverband. Gegenstimmen gab es lediglich aus den Reihen der Linken-Fraktion: Reinhard Hapke und Ralf Linow votierten jeweils mit Nein. Sieghard Dutz und Roswitha Stadie (beide ebenfalls Linken-Fraktion) enthielten sich der Stimme.

Von Stefan Schmidt

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