1. az-online.de
  2. Altmark
  3. Gardelegen

Ist Gardelegens Rathausplatz bald autofrei?

Erstellt:

Von: Stefan Schmidt

Kommentare

Marktplatz von oben
Der Gardelegener Rathausplatz hat an Attraktivität gewonnen. © Stefan Schmidt

Auf dem Gardelegener Rathausplatz gibt es aktuell so wenige Parkplätze wie noch nie.

Gardelegen – „Aus meiner Sicht hat der Rathausplatz in den vergangenen Jahren enorm an Attraktivität gewonnen.“ Das sagt Gardelegens Bürgermeisterin Mandy Schumacher über den Mittelpunkt der Stadt. Deutschlands mutmaßlich einziger dreieckiger Rathausplatz ist mehr als je zuvor Anlaufpunkt von Menschen. Das sieht Mandy Schumacher auch nicht nur beim Blick aus einem der Rathausfenster. Das können Passanten auch an diesem Pfingstwochenende erleben. Denn es gibt mittlerweile vier Bereiche, in denen Kunden draußen sitzen können. Das italienische Restaurant im ehemaligen „Deutschen Haus“ ebenso wie das Café am Rathaus, die Eisdiele Guzzo, dazu seit wenigen Tagen die umgebaute Fleischerei. Nicht zu vergessen die Bänke am Rathausbrunnen.

Und dazwischen parken Autos.

Auf dem Rathausplatz sind in den vergangenen Jahren nach und nach Stellplätze entfernt worden. War der Platz noch vor einigen Jahren vor allem für Autofahrer gedacht, so hat sich das Bild längst gewandelt. Zwischen Eis schleckenden Kindern und Rentnern auf dem Weg zum Kaffeetrinken rangieren Autofahrer ihre tonnenschweren SUV rückwärts aus den verbliebenen Parklücken – es sind gerade mal sechs Stellplätze. Eine potenzielle Gefährdung für die Passanten? „Das ist nicht ganz von der Hand zu weisen“, sagt Mandy Schumacher. Auch wenn es laut Polizei dort bisher keine nennenswerten Unfälle gegeben habe. Im Rathaus habe man eine mögliche nochmalige Veränderung der Parkordnung – nämlich einen autofreien Rathausplatz – „auf der Liste“, sagt Mandy Schumacher. Mögliche Ausnahmen wie An- und Abfahrt zum Hotel Café am Rathaus oder bei Hochzeiten im Standesamt, das sich im Rathaus befindet, würden einem Parkverbot wohl nicht im Wege stehen. Und ob das Wohl und Wehe der Gardelegener Innenstadthändler von sechs Stellflächen auf dem Rathausplatz abhängt, sei dahingestellt.

Zum Vergleich: Den sechs jetzt noch vorhandenen Stellflächen auf dem Rathausplatz stehen 17 Parkflächen entlang der Rudolf-Breitscheid-Straße zwischen Rathausplatz und Einmündung Burgstraße sowie zehn Parkplätze entlang der Marktstraße gegenüber. Dazu gibt es hinter dem Haus II der Gardelegener Stadtverwaltung einen Parkplatz mit nicht weniger als 78 Stellflächen.

Auch interessant

Kommentare