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Grundwasserspiegel ist stark gesunken

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Von: Stefan Schmidt

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Rasensprenger im Garten
Muss der Rasensprenger wirklich jeden Tag laufen? © Stefan Schmidt

Trotz der Trockenheit ist die Wasserversorgung in und um Gardelegen gesichert.

Gardelegen – Der Grundwasserspiegel im Bereich der Einheitsgemeinde Gardelegen ist in den vergangenen zehn Jahren um etwa 50 bis 60 Zentimeter gesunken. Das berichtet Karsten Scholz, der Technische Leiter des Gardelegener Abwasserverbandes. „Das ist durchaus ein brisantes Thema“, verdeutlicht er. Ursache dieser dramatischen Entwicklung ist die Trockenheit speziell der vergangenen Sommermonate. „Diesen rückwärtigen Trend beobachten wir seit dem Jahr 2010“, so der Technische Leiter. Die anhaltende Trockenheit habe hauptsächlich zur überproportional starken Absenkung des Grundwasserspiegels geführt. Festgestellt wurde diese Veränderung durch das vom Wasserverband betriebene Grundwasser-Monitoring.

Eine weitere Folge des ausbleibenden Niederschlags ist die Tatsache, dass die Böden nach und nach vertrocknen. Mit der Auswirkung, dass bei Regen das Regenwasser oft nicht oder nur sehr langsam in den Boden einsickert und stattdessen teilweise wieder verdunstet. „Dadurch fehlt der Nachschub für das Grundwasser“, beschreibt Karsten Scholz die Auswirkungen.

Wie Wasserverbands-Geschäftsführer Sven Müller betont, sei die Wasserversorgung für die Bevölkerung im Bereich des Gardelegener Verbands zwar gesichert und niemand müsse befürchten, dass aus Dusche oder Wasserhahn bald kein Tropfen mehr herauskommt. „Trotzdem sollte man überlegen, an welcher Stelle Wasser gespart werden kann.“ Ob wirklich der eigene Vorgarten jeden Tag bewässert werden müsse, das müsse der Verbraucher letztlich selbst entscheiden.

Seit Montag gibt es in Gardelegen eine neue Baustelle durch den Wasserverband. Denn für zwei Wochen ist die Bahnhofstraße zwischen der ehemaligen Postkreuzung und der Normaluhr-Kreuzung in beiden Fahrtrichtungen gesperrt. Dort arbeitet der Wasserverband an den Leitungen. Karsten Scholz ist optimistisch, dass der Zeitplan – also die Bauzeit von zwei Wochen – eingehalten werden kann. Die Umleitung erfolgt derweil durch das Neubaugebiet Schlüsselkorb und den Jägerstieg.

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