Militärgegner blockieren B 71 / Deutlich weniger Teilnehmer als erwartet

Demo: 137 Platzverweise

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Klassenfahrts-Atmosphäre: Bei der gerichtlich durchgesetzten Demonstration direkt am Rande des militärischen Sicherheitsbereichs fanden sich am Sonnabend nur einige Unentwegte ein. Etwa 40 Militärgegner gelangten auf den Truppenübungsplatz.

Letzlingen. Überwiegend friedlich und mit deutlich weniger Teilnehmern als erwartet verlief der „Aktionstag“ von Militärgegnern am Sonnabend rund um den Truppenübungsplatz in der Colbitz-Letzlinger Heide.

Nach Polizeiangaben befanden sich am Demonstrationsort selbst maximal 100 Teilnehmer. Etwa 40 Militärgegner schafften es, auf den Truppenübungsplatz Altmark zu gelangen. Dort besprühten sie einen Panzer mit orangener Farbe und warfen Farbbeutel auf Gebäude.

Fotostrecke von der Demo

Bilder vom Antimilitaristen-Camp bei Letzlingen

Die Polizei war während und vor dem Wochenende mit insgesamt 1000 Einsatzkräften aus fünf Bundesländern – Sachsen-Anhalt, Thüringen, Hessen, Niedersachsen und Bayern – vor Ort. Die Bilanz der Ordnungshüter: 700 Identitätsfeststellungen, 137 Platzverweise. 24 Personen wurden festgenommen bzw. in Gewahrsam genommen. Außerdem gab es 64 Anzeigen wegen Sachbeschädigung, Beleidigung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte sowie Verstößen gegen das Waffen- und Versammlungsgesetz. Hinzu kamen 30 Ordnungswidrigkeitsanzeigen. In 25 Fällen wurden Gegenstände wie Messer, Betäubungsmittel und Vermummungsutensilien sichergestellt. Eine identifizierte Teilnehmerin ist nach Polizeiangaben eine einstige Unterstützerin der Terrorgruppe RAF.

Am Sonnabend zwischen 14.30 und 16 Uhr wurde die Bundesstraße 71 nördlich von Letzlingen wegen einer Sitzblockade durch 30 Demonstranten kurzfristig voll gesperrt.

Von Stefan Schmidt

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