Dass sich die Balken (nicht) biegen

Im Anschluss an den Gottesdienst gab es im evangelischen Gemeindezentrum am Aschberg eine Kuchentafel.

Gardelegen. Ungeahnte Einblicke konnten die Besucher des Gemeindefestes in und um die Gardelegener Marienkirche gestern genießen. Nach dem Gottesdienst am Nachmittag führte beispielsweise Küster Hans-Otto Bohlecke trittsichere Interessenten hinauf in den Dachstuhl des Gotteshauses. Dort erläuterte er die Holzkonstruktionen und was alles in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten dort erneuert worden ist. Er nahm dabei manchem Besucher die Angst, dass sich unter ihnen die Balken biegen würden. „Die halten schon seit vielen Jahrhunderten“, beruhigte Hans-Otto Bohlecke, „und haben viele Besucher wieder sicher nach unten gebracht.“

Unten in der Marienkirche führte Pfarrer Horst Dietmann andere Besucher durch das Gotteshaus und erläuterte ihnen die Bedeutung der Wandbilder. Und wie man in früheren Zeiten beispielsweise Sünder gesühnt hat. Manchmal, so Dietmann, wurde sogar der eigene Sohn geopfert, um Sünden zu vergeben. „Das hört sich für uns heute brutal an“, und auch die Kinder des Konfirmationsunterrichts würden mitunter kaum an solche alten, aber verbürgten Geschichten glauben. Zum Glück seien die Zeiten heute anders, so Dietmann, der mit seinen mitunter launigen Anekdoten die Zuhörer in seinen Bann zog.

Im evangelischen Gemeindezentrum am Aschberg, gleich neben der Marienkirche, gab es nach dem Gottesdienst einen Kuchenbasar, die integrative Kindertagesstätte „Arche Noah“ stellte sich außerdem vor.

Von Stefan Schmidt

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