Organisatoren des Altmärkischen Heimatfestes luden Gardelegens Einzelhändler zu Info-Abend ein

„Das wird ein kleines Landesfest“

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Mehr als 30 Einzelhändler aus der Gardelegener Innenstadt waren am Dienstagabend in den Rathaussaal gekommen, um sich über das Altmärkische Heimatfest (21. bis 23 Juni) informieren zu lassen.

Gardelegen. Als die Anregung kam, den Eintrittspreis doch niedriger zu halten, schritt Gardelegens Bürgermeister Konrad Fuchs ein.

Darüber werde hier nicht diskutiert, machte er den mehr als 30 Einzelhändlern aus der Gardelegener Innenstadt klar, die am Dienstagabend in den Rathaussaal gekommen waren. Auf Einladung der Stadtverwaltung. Es ging um das Altmärkische Heimatfest, das vom 21. bis 23. Juni in Gardelegen gefeiert wird. Fast auf den Tag genau zwei Jahre nach der Ausrichtung des Sachsen-Anhalt-Tages an gleicher Stätte.

Das mit dem Eintritt, so betonte Fuchs, sei Sache desjenigen, „der das finanzielle Risiko zu tragen hat“. Und das sei nun mal Alexander Kopke. Der Magdeburger organisiert seit rund einem Jahrzehnt das Gardelegener Hansefest, das in diesem Jahr in das Altmärkische Heimatfest integriert wird – ein eigenes Hansefest gibt es 2013 dann nicht mehr. Vier Euro pro Person und Tag will Kopke als Eintritt kassieren. Das Wochenendticket, gültig für alle drei Tage, kostet acht Euro. Besucher unter 14 Jahren haben freien Eintritt. Bei dieser Summe wird es dann wohl auch bleiben.

„Das wird ein kleines Landesfest“, verdeutlichte Fuchs die Größenordnung des Altmärkischen Heimatfestes, das alle zwei Jahre stattfindet – immer im Wechsel zwischen den beiden altmärkischen Landkreisen. Vor zwei Jahren wurde in Arneburg gefeiert, vor vier Jahren in Diesdorf. Gardelegen hatte für 2013 zugegriffen, nachdem Salzwedel die Ausrichtung abgelehnt hatte.

Alexander Kopke rechnet „mit etwa 15 000 bis 20 000 Besuchern“ an den drei Tagen. Zum Vergleich: Das Hansefest besuchen jedes Jahr nach Veranstalterangaben 10 000 Menschen, zum Sachsen-Anhalt-Tag kamen 2011 mehr als 150 000 Gäste nach Gardelegen.

Am Sonntag gibt es einen Festumzug, außerdem stehen mehrere Bühnen bereit. Integriert werden auch der Tivoliplatz und der Harbig-Sportplatz. Für Sonntagabend plant Kopke, quasi als krönenden Abschluss des Festes, ein Konzert „in der Größenordnung von Puhdys oder City“. Verhandlungen würden noch laufen.

Einen Bus-Shuttle-Service für Besucher mit extra angelegten Parkflächen, wie beim Sachsen-Anhalt-Tag, wird es zum Altmärkischen Heimatfest nicht geben. Dazu werden dann doch nicht so viele Besucher erwartet. Und die Route des Festumzuges muss ohnehin neu überdacht werden. Er sollte eigentlich auch über die Burgstraße führen. Doch die wird ab dem Frühjahr saniert und ist dann eine große Baustelle (wir berichteten). Also muss umgelenkt werden.

Und die Einzelhändler? Sie können zum Altmärkischen Heimatfest, wie schon beim Sachsen-Anhalt-Tag, vor ihren Geschäften präsent sein. Für eine eher symbolische Standgebühr von einem Euro pro laufendem Meter. Voraussetzung: Es gibt auch Ideen und Aktionen. Einfach die Ware vor die Tür stellen, das reiche nicht.

Vereine, die sich am Altmärkischen Heimatfest und dem Festumzug beteiligen wollen, können Formulare auf der Stadt-Internetseite www.gardelegen.info abrufen.

Von Stefan Schmidt

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