Häftlings-Gräberfeld auf dem Friedhof kann umgestaltet werden.

Mieste: Die Genehmigung ist da

Gräberfeld auf Friedhof
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Das KZ-Gräberfeld in Mieste kann umgestaltet werden.
  • Stefan Schmidt
    VonStefan Schmidt
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Nach zweijähriger Bearbeitungszeit liegt die Genehmigung für die Umgestaltung des Miester KZ-Gräberfeldes vor.

Mieste – Was lange währt, wird endlich gut. Unter diesem Motto stand die jüngste Versammlung des Gardelegener Gedenkstätten-Fördervereins. Denn Gardelegens ehemalige Ordnungsamtsleiterin Birgit Matthies, die als Bindeglied zwischen dem Verein und der Stadtverwaltung fungiert, konnte eine gute Nachricht verkünden: Die Genehmigung für die Umgestaltung des Gräberfeldes auf dem Miester Friedhof, das an die ums Leben gekommenen KZ-Häftlinge vom April 1945 auf und rund um den Miester Bahnhof erinnert, ist eingetroffen. Unterschrieben von der Unteren Denkmalschutzbehörde des Altmarkkreises Salzwedel, wie Birgit Matthies berichtete. „Wir können also loslegen“, erklärte sie.

Schotter als Untergrund

Knackpunkt in den vergangenen Monaten – das Genehmigungsverfahren dauerte insgesamt rund zwei Jahre – war der Untergrund, der auf dem Miester Friedhof entstehen soll. Der Gedenkstätten-Förderverein, der seit mehreren Jahren ähnliche Gräberfelder in den Dörfern rund um Gardelegen federführend sanieren lässt, will Schotter anlegen. So wie bei anderen Gräberfeldern bereits geschehen. Doch die Obere Denkmalschutzbehörde sträubte sich lange Zeit dagegen. Offenbar, weil man möglichst wenige versiegelte Flächen haben will. Das Gegenargument des Fördervereins: Die Schotterfläche symbolisiert das Gleisbett, auf dem der Zug mit den Häftlingen auf dem Bahnhof in Mieste ankam und dort strandete, ehe die Menschen auf einen Todesmarsch geschickt wurden, an dessen Ende das Massaker an 1016 Häftlingen in der Feldscheune Isenschnibbe bei Gardelegen am 13. April 1945 stand.

Die Genehmigung für das Gräberfeld sei „ohne Wenn und Aber“, also mit allen Vorschlägen des Gedenkstätten-Fördervereins, erteilt worden, freute sich Birgit Matthies.

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