Bauschild an geplanter Hähnchenmastanlage bei Schenkenhorst aufgestellt

„Das kann sich noch hinziehen“

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Ein Bauschild weist auf die geplante Hähnchenmastanlage bei Schenkenhorst hin. Bisher ist allerdings noch kein Baufahrzeug angerollt. Der BUND klagt gegen die Größe der Anlage.

sts Schenkenhorst. Ein Schild sorgt für Verwirrung.

Dort, wo zwischen Schenkenhorst und Klein Engersen nach dem Willen eines Investors eine Hähnchenmastanlage für 173 000 Tiere gebaut werden soll, weist ein auf Paletten aufgebautes Bauschild auf die künftige Investition hin. Eine Investition, gegen die der BUND-Landesverband klagt. Dessen Geschäftsführer Oliver Wendenkampf weilte gestern vor Ort und erklärte, dass das Schild an sich nichts bedeuten müsse. Denn bisher sei vor Ort nicht gebaut worden. Würde der Investor die Anlage tatsächlich errichten und es käme zur Klage durch den BUND vor Gericht, dann könnte bei einem für den BUND positiven Urteil alles hinfälllig werden und der Investor müsste nach Wendenkampfs Angaben wieder rückbauen. „Dieses Risiko wird in der Regel von Investoren gescheut“, beruhigt er. Nach Wendenkampfs Einschätzung handelt es sich eher um einen symbolischen Akt. Man wolle zeigen, dass man es mit der geplanten Hähnchenmastanlage ernst meine. „Man will der Bevölkerung suggerieren, dass es an dieser Stelle bald losgehen wird“, so Wendenkampf. Nebeneffekt: Möglicherweise würde die BUND-Ortsgruppe Schenkenhorst, die für die Klage noch Spendengeld benötigt, Probleme beim Geldeinsammeln bekommen.

Wann das Verwaltungsgericht ein Urteil fällt, sei völlig unklar, so Wendenkampf. Für dieses Jahr rechnet er nicht mit einer Verhandlung: „Das kann sich noch hinziehen.“

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