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Weteritzer Gutshaus wird verkauft

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Von: Ina Tschakyrow

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Gutshaus in Weteritz
Das Gutshaus soll als Dorfgemeinschaftshaus genutzt werden. © Lea Weisbach

Das Gutshaus in Weteritz wird verkauft. Das Gebäude soll als Dorfgemeinschaftshaus genutzt werden. An dem Vorhaben sollen sich die Weteritzer beteiligen.

Weteritz – Die Sonne strahlt das Gutshaus in Weteritz an. Eine Treppe führt zur verzierten Holztür. Links und rechts stehen kleine Bäume und Büsche. In den vielen Fenstern spiegelt sich der Weteritzer Park. „Das wird vielleicht das größte Dorfgemeinschaftshaus“, sagt Dirk Kuke, der seit vielen Jahren im Auftrag des Eigentümers der Gutsverwalter ist.

Ein Weteritzer, Ralf Strejcek, wird „es für die Weteritzer kaufen“, erklärt Dirk Kuke. Bisher fehlt noch der Grundbucheintrag, der aber in den nächsten Tagen erfolgen soll. Da es in der Ortschaft bisher kein Dorfgemeinschaftshaus gibt, sagt Ralf Strejcek, soll das Gutshaus, welches im Jahr 1830 von der Familie von Alvensleben erbaut wurde, das Dorfgemeinschaftshaus werden. Aber dafür müssen sich die Einwohner engagieren, sonst wird das Gebäude anders genutzt, erklärt Ralf Strejcek. Er wohnt gegenüber und hat sich in den vergangenen Jahren oftmals über die geplanten Vorhaben und Ideen, die nicht umgesetzt wurden, geärgert. Deswegen wird er es nun selbst vom Eigentümer, der Fred-Zander-Stiftung aus Lüneburg, kaufen.

„Es gab schon Anfragen für die Nutzung“, sagt Ralf Strejcek, der seit zwölf Jahren in Weteritz wohnt. Wie Dirk Kuke erzählt, wird es der Weteritzer Stammtisch als Treffpunkt nutzen. Die Sportfrauen wollen einen Raum für ihre Gymnastik gestalten. Einen Übungsraum soll es auch für die Musiker geben.

In den vergangenen Wochen waren einige Weteritzer auch schon dabei, Arbeiten rund um das Gutshaus zu erledigen. Die Bereiche um das Gutshaus wurden freigelegt, beispielsweise die Pflanzen, die auf der Treppe gewachsen sind, wurden entfernt, der Rasen vor dem Eingangsbereich gemäht, der Weg zur Nebentür gepflastert, zählt Dirk Kuke auf. Von dem Brauchtumsgeld wurde bereits ein Generator gekauft. Im Gutshaus gibt es derzeit kein Wasser, Abwasser sowie Strom. Das müsste unter anderem alles neu installiert werden, so Dirk Kuke. Nach und nach wird Geld in das Gebäude investiert.

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