Saal wird abgerissen, restliches Objekt saniert

Berger Dorfgemeinschaftshaus wird saniert

Leerer Saal mit kaputter Decke
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Die Decke im Berger Saal ist kaputt.
  • Stefan Schmidt
    VonStefan Schmidt
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Vor einem Jahr brachen Teile der Decke des Saales im Berger Sportzentrum ein. Das Gebäude ist seitdem gesperrt

Berge – Das Sportzentrum in Berge soll umfangreich saniert werden. Diese geplante Maßnahme war Thema während der Zusammenkunft des Berger Ortschaftsrates, dessen Mitglieder am Montagabend tagten – im Sportlerheim neben dem Fußballplatz und nicht, wie sonst, in eben jenem Sportzentrum. Denn der Gebäudekomplex, der den Bergern als Dorfgemeinschaftshaus dient, ist komplett gesperrt. Und das seit fast genau einem Jahr. Damals wurden Schäden in der Dachkonstruktion über dem Saal festgestellt.

Mehrere Beratungen

Wie Gardelegens Bauamtsleiter Ottmar Wiesel mitteilt, soll dieser Saal komplett abgerissen werden. Eine Dachsanierung, wie vom Ortschaftsrat favorisiert, sei zu aufwendig, erklärt er. Dazu gab es bereits mehrere Beratungen mit dem Berger Ortschaftsrat, der sich am Montagabend unzufrieden über den Fortschritt zeigte. „Mir scheint“, so Ortsbürgermeister Paul Berlin, „dass sich die Stadt hinter der Sperrung versteckt.“ Ottmar Wiesel hingegen verweist darauf, dass ein Fördergeld-Antrag gestellt worden ist und man optimistisch sei, dass es auch Geld geben wird. „Aber bevor wir den Fördermittelbescheid nicht haben“, betont er, „können wir auch nicht anfangen.“ Wenn das Geld – die Stadt hofft auf etwa die Hälfte der geschätzten Baukosten von 200.000 Euro – genehmigt sei, dann werde auch umgehend ausgeschrieben, versichert er.

Kegelbahn soll bleiben

Den Saal soll es dann nicht mehr geben. Sehr wohl aber die dahinter befindliche Kegelbahn sowie den Versammlungsraum, der sich vor dem jetzigen Saal befindet. Der dort installierte Tresen soll in Absprache mit dem Ortschaftsrat entfernt werden – Ausschank ist aus rechtlichen Gründen in kommunalen Gebäuden ohnehin nur noch schwer möglich. Dazu kommt noch der vordere Bereich des Objekts mit dem Sängerrraum, der ebenfalls saniert werden soll. „Auch wenn der Saal nicht mehr da ist“, so Gardelegens Bürgermeisterin Mandy Schumacher, „wird das ein Top-Dorfgemeinschaftshaus“ Und auch Ottmar Wiesel hält die Räumlichkeiten für völlig ausreichend. Der Saal sei etwa 100 Quadratmeter groß, der davor befindliche Versammlungsraum ist mit etwa 90 Quadratmetern nur unwesentlich kleiner. „Das reicht aus unserer Sicht völlig aus“, sagt der Bauamtsleiter. Eine Sanierung müsse deshalb in Angriff genommen werden, „weil die Räume nicht mehr den Vorschriften entsprechen“.

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