Chefärztin im Gardelegener Krankenhaus geht in den Ruhestand / Schmerzmedizin erfolgreich wieder aufgebaut

Dr. Christiane Milde verabschiedet

+
Dr. Christiane Milde wurde vom Geschäftsführer der Altmark-Klinikum gGmbH, Matthias Lauterbach (rechts), und dem Ärztlichen Direktor des Krankenhauses Gardelegen, Dr. Michael Schoof, in den Ruhestand verabschiedet.

pm Gardelegen. „Ich habe mich hier sehr wohl gefühlt, es tut mir weh zu gehen“, verabschiedete sich Dr. Christiane Milde am Mittwoch von ihren Kolleginnen und Kollegen der Altmark-Klinikum gGmbH in den Ruhestand.

Insgesamt 13 Jahre lang war die 67-Jährige im Krankenhaus Gardelegen tätig; zehn Jahre als Chefärztin der Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin und die vergangenen drei Jahre als Chefärztin der Schmerzmedizin.

Geschäftsführer Matthias Lauterbach bedankte sich bei der Ärztin für die „äußerst konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit“. Und er machte deutlich, dass das Ausscheiden von Mitarbeitern in so elementaren Positionen auch immer ein Verlust für ein Unternehmen darstelle. „Um diesen Einschnitt so schmerzfrei wie möglich zu gestalten, haben wir uns mit Kay Wehde frühzeitig um die Nachbesetzung der Chefarztposition im anästhesiologischen sowie intensivmedizinischen Bereich bemüht und mit Erfolg umgesetzt.“ Besonders würdigte Matthias Lauterbach, dass Dr. Christiane Milde die Schmerzmedizin am Klinikum wieder aufgebaut und zukunftsfähig gemacht hat. „Ich freue mich, dass das so gut gelungen ist.“ Die Lücke, welche die Ärztin in diesem Fachbereich hinterlasse, „konnte mit einem Import aus dem Salzwedeler Krankenhaus in Person von Dr. Dirk Frenzel gut kompensiert“, werden.

Dass sie viele dankbare Patienten hinterlässt, denen sie „mit einer überschaubaren Medikation“ zu neuer Lebensqualität und zu neuem Lebensmut verhalf, würdigte der Ärztliche Direktor des Krankenhauses Gardelegen, Dr. Michael Schoof, in seiner herzlichen Laudatio. Dabei wurde klar, „dass wir eine sehr engagierte und kollegiale Chefärztin verlieren“, die ihrem Nachfolger „ein gut bestelltes Feld“ übergeben hat. Dr. Michael Schoof machte deutlich, dass sich seine scheidende Kollegin den Ruhestand, den sie zugunsten des Klinikums und der Patienten um zwei Jahre verzögert antritt, redlich verdient habe.

So stehe Dr. Mildes Wirken exemplarisch für eine Generation von Ärztinnen und Ärzten, „die sich mit aller Entschlossenheit nicht nur diesen Beruf ausgesucht hat, sondern die dann auch unter nicht immer optimalen Bedingungen Ausbildung, Beruf, Kinder und Familie unter einen Hut zu bringen hatte“. Und trotz mancher Veränderung der Umstände für die Arbeit der Ärzte, zuerst im geteilten und dann im von Reformen geprägten wiedervereinten Deutschland, habe sich Dr. Christiane Milde über all die vielen Berufsjahre die Begeisterungsfähigkeit für den Beruf erhalten. Immerhin kommen mit ihrem Studium an der Medizinischen Akademie in Magdeburg, dem heutigen Universitätsklinikum, 51 Arbeitsjahre zusammen.

Da sei es ihr mehr als gegönnt, dass sie nun ruhiger treten und ihrer großen Leidenschaft, dem Reisen, vorzugsweise in weit entlegene Gegenden der Erde, nachgehen kann. Dafür wünschte Dr. Michael Schoof im Namen aller Kolleginnen und Kollegen „Gesundheit und ein langes Leben, dass Sie auch alle Ihre zukünftigen Vorhaben umsetzen können“.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare